Wenn das so weitergeht, wird der Spruch „Von der Regierungsbank auf die Anklagebank“ zum unrühmlichen Motto für die ÖVP. Jetzt soll gegen den nächsten schwarzen Politiker ermittelt werden: Gegen Ex-Wirtschaftskammer-Präsidenten Harald Mahrer wegen des Verdachts auf verbotene Geschenkannahme.
Luxusuhr und Reiseeinladungen
Laut „ZIB1“, die sich auf einen Bericht des Standard berief, soll es deshalb Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) geben, weil ein Investor Mahrer eine teure Uhr übergeben und sich Gefälligkeiten und Vorteile erhofft haben soll. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Konkret ginge es um eine Luxusuhr der Marke Patek Philippe, die ein deutscher Geschäftsmann dem damaligen WKO-Präsidenten geschenkt haben soll. Kostenpunkt: Rund 41.000 Euro. In den Unterlagen der WKStA, die der „ZIB1“ zugespielt wurden, wird Mahrer als Beschuldigter geführt. Wörtlich heißt es darin:
(…) im Jahr 2020 eine Luxusuhr Patek Philippe sowie Reiseeinladungen nach Mailand und an den Wörthersee angenommen zu haben, wobei der Wert der Vorteile 3.000 € jeweils überstiegen haben soll.
Anwalt: „Uhr zurückgegeben“
Der ORF wies darauf hin, dass die WKStA die Ermittlungen mit dem Verweis auf Persönlichkeitsrechte offiziell nicht bestätigt habe. Eine versuchte Stellungnahme von Mahrer gelang der „ZIB1“ nicht. Der Anwalt Mahrers sagte zum Standard:
Mahrer hat die Uhr bereits 2021 zurückgegeben.
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