Das Land Salzburg stellt im Doppelbudget 2027/2028 rund zwei Millionen Euro bereit, um ab 2027 spezielle Schutzwohnungen für gefährdete junge Mädchen im Bereich des Hauptbahnhofs einzurichten. Wie die Kronen Zeitung berichtet, soll das Angebot Jugendlichen Zuflucht bieten, die im Bahnhofsmilieu mit Drogen in Abhängigkeit gebracht und anschließend missbraucht würden. Fachleute wie die Jugendpsychiaterin Belinda Plattner weisen seit Längerem auf organisierte Strukturen im Umfeld des Bahnhofs hin.
Kritik an mangelnder Zusammenarbeit der Polizeiführung
FPÖ-Landesrat Wolfgang Fürweger wirft der Salzburger Polizeidirektion vor, in dieser Angelegenheit nicht ausreichend zu kooperieren. Während in anderen Städten die Exekutive eng mit den Landeseinrichtungen zusammenarbeite und spezialisierte Einheiten einsetze, fehle in Salzburg der notwendige Schulterschluss. Fürweger betonte, dass Vorfälle, bei denen Minderjährige in Begleitung älterer Männer Wohnungen aufsuchen, von den Behörden keinesfalls als reine Privatsache abgetan werden dürfen.
Deutliche Töne zur Kriminalitätslage am Hauptbahnhof
Rückendeckung erhält der Landesrat von Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ). In einer Stellungnahme auf Facebook bezeichnete sie das Areal rund um den Salzburger Hauptbahnhof als klaren Kriminalitäts-Hotspot. Dabei verwies sie explizit auf das Auftreten arabischstämmiger Männer im Bahnhofsumfeld, die gezielt Jagd auf junge Mädchen machten.
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