Die ohnehin extrem angespannte Lage in Frankreich erreicht durch prominente Rückendeckung eine neue Stufe der Eskalation. Die umstrittene schwedische Galionsfigur Greta Thunberg erschien vor dem Paul-Eluard-Gymnasium im Pariser Vorort Saint-Denis, um sich mit den dortigen Protesten zu solidarisieren. Vor einer Kulisse aus brennenden Mülltonnen und Barrikaden rief sie zur Unterstützung der Bewegung auf. Der Schulkomplex gilt als ein Zentrum der aktuellen Krawalle, die längst über normale Schülerproteste hinausgehen und von massiver Gewalt begleitet werden.
Ausmaß der Gewalt: Verletzte Einsatzkräfte und brennende Schulen
Die Ausschreitungen im ganzen Land nehmen immer bedrohlichere Ausmaße an. Nach offiziellen Regierungsangaben wurden seit Beginn der Unruhen bereits 715 Polizisten und Gendarmen, 215 Schüler sowie 85 Beschäftigte im Bildungsbereich – darunter 34 Schulleiter und Stellvertreter – zum Teil schwer verletzt. Mehr als 24 weiterführende Schulen wurden schwer beschädigt oder durch Brände verwüstet, woraus Reparaturschäden von bis zu 30 Millionen Euro resultieren. In Städten wie Marseille und Nantes brannten Busse, Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sowie Schul-Eingangshallen.
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