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Ryanair stationiert in Schwechat nur noch zwölf Maschinen und streicht zehn Strecken.

Ryanair stationiert in Schwechat nur noch zwölf Maschinen und streicht zehn Strecken.

Ryanair zieht ab, Politik schaut zu: FPÖ warnt vor dem Kahlschlag in Schwechat

Ryanair macht in Schwechat ernst. Im Winterflugplan stellt die irische Billigfluglinie am Flughafen Wien nur noch zwölf statt zuletzt 14 Flugzeuge ab und streicht zehn Strecken. Der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss spricht vom drohenden Absturz in die Bedeutungslosigkeit und gibt einer Politik die Schuld, die Flüge ab Österreich durch die Luftverkehrsabgabe künstlich teurer macht.

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Krauss legt den Finger auf Hanke, Stocker und Ludwig

„Der Flughafen Wien wird Stück für Stück seiner internationalen Bedeutung beraubt. Erst werden wichtige Inlands- und Zubringerverbindungen gestrichen, jetzt zieht Ryanair weitere Flugzeuge ab und kappt Strecken“, ließ Krauss am Mittwoch über die APA ausrichten. Wer einen Wirtschaftsstandort von seinen Verkehrsadern abschneide, dürfe sich nicht wundern, wenn am Ende Arbeitsplätze, Investitionen und Wertschöpfung verloren gingen. SPÖ-Mobilitätsminister Peter Hanke, Bundeskanzler Christian Stocker und Bürgermeister Michael Ludwig fehle offenbar die Kompetenz, die Tragweite zu beurteilen.

Laut Kurier wirft auch Ryanair-Chef Michael O’Leary Stocker Untätigkeit vor. Die Kürzungen seien das Ergebnis dieses Versäumnisses. Das im Juni angekündigte Paket über 30 Millionen Euro hält die Airline für unzureichend und verlangt stattdessen das Ende der Abgabe. O’Learys Ultimatum lief unter dem Titel „Sleepy Stocker, we can’t wait“.

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Erst Wizz, jetzt die Iren

Wegfallen werden laut ORF die Flüge nach Kopenhagen, Marseille, Tel Aviv, Dubrovnik, Nis, Salerno, Sevilla, Warschau, Lanzarote und Riga. Auf acht der zehn Strecken stand Ryanair in Konkurrenz zur AUA. Pro abgezogenem Flugzeug rechnet der ORF mit rund 20 Stellen in Cockpit und Kabine. Im Sommer waren es noch 14 Maschinen, im vergangenen Winter 16. Ryanair begründet den Schnitt mit den hohen Standortkosten und pocht seit langem auf die Abschaffung der Flugticketabgabe von zwölf Euro. Krauss sieht darin kein Einzelereignis:

Wizz Air hat Wien bereits den Rücken gekehrt, Ryanair verlagert Kapazitäten und auch die AUA warnt vor den hohen Standortkosten

Die ungarische Billigairline hat die Wiener Basis geschlossen und verweist selbst auf Bratislava. AUA-Chefin Annette Mann hält auch das von Hanke ins Spiel gebrachte Paket von 60 Millionen Euro für zu wenig und verlangt eine Senkung der Steuer von zwölf auf acht Euro.

Bratislava kassiert, Wien zahlt drauf

„Bratislava wächst, während Wien zurückfällt“, warnt Krauss. Slowakische Medien berichten, Ryanair habe in einer früheren Kürzungswelle bereits fünf Maschinen von Wien nach Bratislava verlegt. Weniger als 50 Kilometer Luftlinie, zwei völlig verschiedene Kostenwelten.

Krauss fordert das Ende der zusätzlichen Belastung, sonst werde Wien „vom internationalen Drehkreuz zum Regionalflughafen mit immer dünnerem Streckennetz heruntergewirtschaftet“. Erreichbarkeit sei keine Annehmlichkeit, sondern Infrastruktur. Wer sie aufgebe und Flüge ab Österreich obendrein verteuere, setze die wirtschaftliche Zukunft der Stadt aufs Spiel. Passagiere, Investitionen und Jobs, die Schwechat verliere, würden andere übernehmen.

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