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Der Kinofilm über den jungen Bruno Kreisky kostet 6,25 Millionen Euro.

Der Kinofilm über den jungen Bruno Kreisky kostet 6,25 Millionen Euro.

Erst Babler-Doku, jetzt Kreisky-Epos: FPÖ will die Transparenz über staatliche Förderungen

Mit dem Kinostart von „Bruno – Der junge Kreisky“ liegt die Rechnung auf dem Tisch. Der Streifen von Harald Sicheritz, produziert von der Dor Film, schlägt mit 6,25 Millionen Euro Herstellungskosten zu Buche. Mindestens 4,73 Millionen davon kommen nach Berechnung von exxpress aus öffentlichen Töpfen und vom ORF.

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Eine Million, ÖFI-Plus und der Rotfunk

Das Österreichische Filminstitut weist die Summen selbst aus: eine Million Euro Herstellungsförderung, dazu 2.244.900 Euro aus ÖFI+. Der Institutsanteil von einer Million entspricht 16 Prozent der gesamten Herstellungskosten, die ÖFI+-Summe 36 Prozent. Der ORF legt über das Film/Fernseh-Abkommen 750.000 Euro drauf, der Filmfonds Wien steht ebenfalls auf der Förderliste, die Deutsche Filmförderungsanstalt ist bei der Koproduktion mit der Dor Film West dabei.

Gedreht wurde von März bis Mai 2025 in Wien und Niederösterreich, Nils Arztmann spielt den jungen Kreisky, am Buch saßen neben Sicheritz auch Fritz Schindlecker und Helene Maimann. Der ORF berichtet, Sicheritz habe partout kein Heldenepos drehen wollen. Die Parteimaschine läuft trotzdem.

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Babler im Filmcasino, Zeiler im Abspann

Schon im Mai lud die SPÖ zur Vorpremiere ins Filmcasino in Wien, mit dabei SPÖ Bildung, die Welcome-Sektion der SPÖ Wien, das Renner-Institut und die Wiener Bildungsakademie. Bei der Galavorstellung im Gartenbaukino trafen Vizekanzler Andreas Babler und sein aktueller Herausforderer Gerhard Zeiler aufeinander, Finanzminister Markus Marterbauer war ebenfalls im Saal.

Zeiler gehört zu den Financiers des Projekts, im Abspann heißt es, der Film danke Gerhard Zeiler. Am 7. Oktober diskutiert Babler mit Sicheritz erneut im Filmcasino. Dieselbe Partei, die in den Umfragen schwächelt, organisiert Kinoabende über ihren Säulenheiligen und lässt sich das Werk zu einem Gutteil aus Steuertöpfen und Zwangsgebühren vorfinanzieren.

FPÖ verlangt offene Karten

FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer und Generalsekretär Christian Hafenecker sprechen von einem System. „Das ist kein Zufall mehr, das ist ein System, bei dem sich die SPÖ ihre Nostalgie vom hart arbeitenden Bürger bezahlen lässt“, hieß es zum Kinostart. Allein in das Biopic flossen nach ihren Angaben rund 4,7 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln, die Babler-Doku „Wahlkampf“ hatte zuvor mehr als eine halbe Million an Förderungen erhalten. Hafenecker nimmt auch den ORF in die Kritik:

Der Rotfunk jammert über das größte Sparpaket seiner Geschichte und kürzt das Programm für die Zwangsgebührenzahler. Aber für ein sozialdemokratisches Heldenepos ist sofort eine Dreiviertelmillion aus der Zwangssteuer da.

Mölzer kündigt eine parlamentarische Anfrage an Babler an und verlangt die Offenlegung aller Geldflüsse. „Die SPÖ verwechselt die staatliche Filmförderung offensichtlich mit ihrer eigenen Parteikassa.“

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