Von Relativierung über Therapiewünsche bis hin zu Ausflüchten im Radio: Nach den Fällen Teichtmeister und Paal zieht sich der „Bussi-Bussi-Schutzwall“ zusammen. Doch im Hohen Haus brach Berger das Schweigen.
Doppelte Maßstäbe der elitären Kultur-Schickeria
Im Hohen Haus entbrannte eine Debatte über die tiefsitzende Doppelmoral der heimischen Kultur-Eliten. Während der einfache Bürger bei der kleinsten Abweichung vom Sprachkodex medial vernichtet und Opfer der Cancel Culture würde, genieße die hochsubventionierte linke Schickeria bei schwersten Verfehlungen schützenden Kuschelkurs. FPÖ-Abgeordnete Ricarda Berger rückte in ihrer Rede die Verfehlungen prominenter Staatskünstler wie jene von Florian Teichtmeister oder dem Kabarettisten Günther Paal alias „Gunkl“, dem sexueller Missbrauch einer Unmündigen zur Last gelegt wird, ins Zentrum der Kritik.
Mauer des Schweigens im Bussi-Bussi-Milieu
Die Reaktion der selbsternannten Moralinstanzen auf die Abgründe in den eigenen Reihen offenbart ein erschreckendes Ausmaß an Scheinheiligkeit. Wo sonst lautstark soziale Ächtung gefordert wird, herrscht bei den eigenen Gesinnungsgenossen plötzlich milde Nachsicht. „Wenn einer der hochgelobten Burgschauspieler oder der intellektuelle Kabarettist in den dunkelsten Abgrund blickt, dann erleben wir eine Heuchelei, die an Zynismus ihresgleichen sucht“, prangerte Berger im Plenum an. Statt Konsequenzen zu verlangen, flüchte man sich in Schickeria-Kreisen in Relativierungen, spricht von Therapie und fordert eine zweite Chance für die Prominenz.
Relativierung zur besten Sendezeit
Wie tief der elitäre Schutzwall gezogen wird, zeigten die Schutzbehauptungen aus dem kollegialen Umfeld der Prominenten. So verstörte Kabarettist Gerold Rudle im Radio mit der Behauptung, Paal sei eigentlich eine „ganz liebe Person“, während er pauschalisierte, dass „in allen Männern irgendwo ein Monster schlummerte“. Auch die mediale Gefolgschaft springt den Tätern zur Seite: Falter-Chefredakteur Florian Klenk hinterfragte öffentlich, ob härtere Strafen den Opfern überhaupt nützen würden, und plädierte lieber für Therapie statt Haft. „Diese Bussi-Bussi-Mentalität, dieses ewige Verständnis für jeden, nur nicht für die Opfer, halte ich nicht mehr aus“, entgegnete Berger dieser Praxis unmissverständlich.
Gleichheitsgrundsatz statt Promi-Bonus
Die Gegenforderung zum elitären Täterschutz fällt eindeutig aus: Der Staat müsse seine schützende Hand über die Opfer legen, anstatt abartigen Umtrieben privilegierter Staatskünstler mit Bewährungsstrafen zu begegnen. Vor dem Gesetz dürfe es absolut keinen Unterschied machen, ob ein Verdächtiger auf den Wiener Prachtbühnen hofiert wird oder völlig unbekannt ist, so die wesentliche Botschaft von Ricarda Bergers Rede.
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