FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz (Bild) ging nicht nur mit der Verlierer-Ampel hart ins Gericht, sondern kündigte auch die große Herbst-Tour von Parteichef Herbert Kickl an.

14. September 2026 / 11:31 Uhr

„Wir sind für Euch da“: Kickl startet große Österreich-Tour

Herbert Kickl geht wieder auf Tour. Unter dem Motto „Wir sind für Euch da“ will der FPÖ-Chef im Herbst wieder durch Österreich ziehen. Generalsekretär Michael Schnedlitz präsentierte heute, Montag, den „Freiheitlichen Heimatherbst 2026“ und holte zugleich zum Rundumschlag gegen die Verlierer-Ampel aus.

Schnedlitz: ÖVP zeigt ihr „wahres Gesicht“

Die Sommerbilanz der Ampel-Regierung fällt vernichtend aus. Besonders die ÖVP nahm Schnedlitz ins Visier. Sie stelle schließlich den Bundeskanzler sowie den Landwirtschafts- und den Wirtschaftsminister. „Die ÖVP vernichtet innerhalb von zwei Monaten die Bauern und die Wirtschaft. Bauern ruiniert, Wirtschaft ruiniert, Standort ruiniert“, attackierte der FPÖ-Generalsekretär.

Ob dahinter Unfähigkeit, Untätigkeit oder Mutwilligkeit stecke, ließ Schnedlitz offen. Für ihn steht jedoch fest: „Je schneller diese Versagerregierung aus dem Amt fliegt, desto besser für Österreich.“ Dann könne man den eingeschlagenen Kurs noch korrigieren, so seine Argumentation.

„Politik nur noch für sich selbst“

Auch SPÖ und NEOS verschonte Schnedlitz nicht. Die Systemparteien würden zunehmend an den Interessen der eigenen Bevölkerung vorbeiregieren. „Sie machen Politik nur noch für sich selbst und nicht mehr für die Bevölkerung“, sagte der blaue General.

Bauern als Symbol des Regierungsversagens

Als besonders drastisches Beispiel nannte Schnedlitz den Umgang mit den heimischen Landwirten nach der Dürrekatastrophe. Das von der Regierung präsentierte Hilfspaket sei kein ausreichender Ausgleich, sondern ein schlechtes Geschäft für die Bauern.

Schnedlitz rechnete vor: „140 Millionen Euro Entlastung, Rückzahlung und Belastung 250 Millionen. Ein Minusgeschäft von 110 Millionen Euro mit einem Zinssatz ähnlich wie bei der Mafia.“ Gleichzeitig kritisierte er, dass österreichische Steuergelder weiterhin für Projekte im Ausland eingesetzt werden – beispielsweise für Hilfen für Nussbauern in Afrika und Radwege in Südamerika.

Klimagesetz als nächster Angriffspunkt

Auch die gescheiterte Klimapolitik der Regierung bekam ihr Fett ab. Das von der Regierung vorangetriebene Klimagesetz bezeichnete Schnedlitz als Belastung für den Wirtschaftsstandort. Durch die Umsetzung von EU-Vorgaben bis 2040 drohten hohe Kosten.

„Es wird uns Milliarden Euro kosten, es wird uns Arbeitsplätze kosten, es wird uns Wohlstand kosten“, warnte der FPÖ-Mandatar. Für die Freiheitlichen steht damit die grundsätzliche Frage im Raum, wie viel zusätzliche Belastung Österreichs Wirtschaft und Bevölkerung noch verkraften sollen.

Kickl will „mit den Menschen“ unterwegs sein

Aus dieser Kritik leitet die FPÖ ihre Herbstoffensive ab. Kickl soll quer durch Österreich unterwegs sein und den direkten Kontakt mit der Bevölkerung suchen. Ein deutlicher Kontrast zur Regierung, wie Schnedlitz erklärte: „Herbert Kickl geht wieder auf Tour. Und im Unterschied zur Bundesregierung nicht gegen die Menschen, sondern mit den Menschen. Nicht auf Kosten der Menschen, sondern für die Menschen.“

Unter dem Motto „Wir sind für Euch da“ soll der Schulterschluss mit den Bürgern vertieft werden. Schnedlitz sieht darin zugleich einen politischen Gegenentwurf zur etablierten Parteienlandschaft. Ziel sei es, die „Abgehobenheit von ÖVP, SPÖ, NEOS und Grünen“ zu stoppen.

Hunderte Veranstaltungen im ganzen Land

Nicht nur Kickl selbst soll dabei unterwegs sein. Die gesamte Partei will im Rahmen des „Freiheitlichen Heimatherbstes“ mit hunderten Veranstaltungen im ganzen Land präsent sein. Im Mittelpunkt stehen persönliche Gespräche und der direkte Kontakt mit den Bürgern.

Schnedlitz brachte die Strategie auf einen einfachen Nenner: „Zu den Menschen gehen, hinein ins persönliche Gespräch, Seite an Seite mit der Bevölkerung.“ Genau dieser unmittelbare Kontakt soll den politischen Herbst der Freiheitlichen prägen.

Gemüsetraktor als Zeichen für die Bauern

Besonders auffällig wird das bei den Großveranstaltungen von Kickl. Dort soll jeweils ein „Gemüsetraktor“ zum Einsatz kommen. Heimische Lebensmittel werden dabei direkt vom Bauernhof beziehungsweise vom Traktoranhänger an die Besucher verteilt – kostenlos und regional. Damit will die FPÖ zugleich ein sichtbares Zeichen für die heimische Landwirtschaft setzen.

Die Informationen zu den Veranstaltungen sollen künftig auf www.fpoe-heimatherbst.at veröffentlicht werden. Schnedlitz hatte eine klare Ansage an die Bevölkerung: „Wir sind für Euch da und wir freuen uns drauf!“

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