„Nichts als Ekel und tiefe Empörung“ löste bei der Russischen Botschaft in Wien ein Kommentar von Kurt Seinitz, Journalist bei der Kronen Zeitung, aus. Dieser hatte die russischen Soldaten als „Soldatenmaterial“ bezeichnet.
„Nationalsozialistische Rhetorik“
Die Botschaft wirft Seinitz „nationalsozialistische Rhetorik“ vor und meint, dass er „absichtlich ein düsteres Bild der gegenwärtigen Lage in Russland male, wo nur noch die Raketenproduktion funktionieren würde. Die Botschaft entgegnet:
Hören Sie doch auf, Ihr Wunschdenken für bare Münze zu verkaufen! Sie können stattdessen Ihre österreichischen Landsleute fragen, die nach wie vor Russland besuchen, wie die Situation dort tatsächlich ist.
Abnützungskrieg hinterlässt Spuren
Seinitz hatte in seinem Kommentar unter dem Titel „Russische Durchhalteparolen wie im Weltkrieg“ unter anderem behauptet:
Gerüchte aus Moskaus Machtzirkeln wollen nicht verstummen, wonach eine große Mobilmachung für neues Soldatenmaterial bevorsteht. Wladimir Putin will den Sieg jetzt mit aller Macht durchdrücken, denn der Abnützungskrieg hinterlässt in der russischen Wirtschaft deutliche Spuren der Erschöpfung. Es funktioniert nur noch die Raketenproduktion.
