SPÖ-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig hat angekündigt, über eine Zuckersteuer auf Süßgetränke reden zu wollen.

21. August 2026 / 05:54 Uhr

Zuckersteuer im Anmarsch? SPÖ-Idee trifft auf heftigen Widerstand

Kommt jetzt die Zuckersteuer für Österreich? Während die Lebensmittelpreise ohnehin kräftig zu Buche schlagen, will SPÖ-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig nun über eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke reden.

SPÖ-Staatssekretärin mit neuer Idee

Königsberger-Ludwig spricht sich nun für eine Zuckersteuer auf süße Getränke aus. Beschlossen ist die Sache jedoch noch nicht. Die ersten Reaktionen fallen bereits deutlich aus. Selbst die WKO warnt vor diesem Einfall: Eine neue Lebensmittelsteuer könnte die ohnehin gestiegenen Preise weiter nach oben treiben, heimische Betriebe belasten und entlang der Wertschöpfungskette Arbeitsplätze gefährden.


Wenn der Einkauf ohnehin schon teuer ist

Gerade bei Lebensmitteln spüren die österreichischen Haushalte die hohen Kosten an der Supermarktkasse. Die heimische Lebensmittelindustrie warnt deshalb davor, ausgerechnet jetzt neue Abgaben einzuführen. „Gerade jetzt über neue Abgaben auf Lebensmittel nachzudenken, ist das völlig falsche Signal“, sagte Katharina Koßdorff vom Fachverband der Lebensmittelindustrie. Neue Steuern würden Lebensmittel verteuern und die Kaufkraft weiter schwächen.

Auch heimische Landwirtschaft wäre betroffen

Besonders brisant ist der Vorschlag auch mit Blick auf die ohnehin angeschlagene heimische Landwirtschaft. Österreich verfügt nur noch über eine Zuckerfabrik. Sie sichert die Abnahme heimischer Zuckerrüben und damit regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die Belastung, die aus dieser fixen Idee hervorgehen könnte, träfe damit nicht bloß Getränkehersteller. Betroffen wäre eine ganze Kette, die von den Rübenbauern über die Zuckerwirtschaft bis zu Lebensmittel- und Getränkeherstellern reicht.

Zuckerkonsum sinkt längst – ganz ohne Steuer

Auch beim Blick auf den Konsum zeigt sich: Der Zuckerverbrauch in Österreich ist seit Mitte der 1990er-Jahre um rund dreißig Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig wurde der Zuckergehalt im Getränkeportfolio über die vergangenen zwanzig Jahre um rund ein Drittel reduziert. Auch angesichts dieser bereits gegebenen Entwicklung zeigt sich der Vorschlag von Königsberger-Ludwig als überzogen. Sollte die Zuckersteuer tatsächlich kommen, dürften Konsumenten und heimische Produzenten mit zusätzlichen Belastungen rechnen. Demgegenüber steht ein Wunsch-Effekt, für den es keinen eindeutigen Nachweis gibt: Dass eine Zuckersteuer Übergewicht und Adipositas nachhaltig senkt.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

21.

Aug.

05:54 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Dürre 2026 – Katastrophenregierung noch immer handlungsunfähig
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.