Dinghofer Straße in Linz

In der Linzer Altstadt ist eine Straße nach Republikgründer Franz Dinghofer benannt. “Der Baumeister der Republik” (ORF-Doku) soll durch linken Gesinnungs-Terror aus dem Stadtbild verschwinden.

30. Juli 2026 / 10:55 Uhr

„Cancel Culture“ gegen Republikgründer – „ein historischer Irrweg“

Sommerzeit, saure Gurken Zeit! Offenbar auch für das Mauthausen Komitee, die Katholische Aktion Oberösterreich, Elfriede Jelinek und Gerhard Hagerer. Sie fordern die Umbenennung der nach Franz Dinghofer benannten Straße in Linz. 

Verdienter Staatsmann wird diffamiert

„Ein historischer Irrweg“, hält der Obmann des Dinghofer-Instituts, Nationalratsabgeordneter Gerhard Kaniak (FPÖ) dagegen. Hier würden historische Fakten ignoriert. Dinghofer sei ein aufrichtiger Demokrat und Gegner des Nationalsozialismus gewesen. Die neuerlich geäußerten Vorwürfe entbehren jeder historischen Grundlage und seien der Versuch, einen verdienten Staatsmann nachträglich zu diffamieren. 

Dinghofer-Tafel von SPÖ-Fischer enthüllt

Kaniak veranstaltet seit 15 Jahren das Dinghofer-Symposium, in dessen Rahmen Preise vergeben werden. Im Vorjahr hat Gastredner Walter Rosenkranz, Nationalratspräsident, mit der „Erregungs-, Skandalisierungs- und Verleumdungs-Unkultur“ aufgeräumt. Rosenkranz führte die Vertreter der Mainstream-Medien elegant vor und wies sie auf eine Gedenktafel am Parlament hin, die den damaligen Präsidenten der provisorischen Nationalversammlung von 1918 gewidmet sei – Karl Seitz, Jodok Fink und eben Franz Dinghofer. Die Tafel sei 1994 vom damaligen Nationalratspräsidenten Heinz Fischer (SPÖ) enthüllt worden. In einer Dokumentation würdigte ORF III am 23. Februar 2019 Franz Dinghofer als einen „Baumeister der Republik“.

Gefährliche Geschichtsklitterung

In einer Aussendung fand es Kaniak zutiefst bedauerlich, dass sich namhafte Künstler und Organisationen vor den Karren einer unreflektierten „Cancel Culture“ spannen lassen. Anstatt sich einem echten, wissenschaftlich fundierten Diskurs zu stellen, werde hier der Versuch unternommen, einen Gründervater unserer Republik mit falschen Behauptungen aus dem öffentlichen Raum zu tilgen. Wer Franz Dinghofer pauschal als Antisemiten verunglimpfe, ignoriere bewusst die historischen Fakten und betreibe eine gefährliche Geschichtsklitterung.

Auslieferung des jüdischen Kommunisten verweigert

Dinghofer, der am 12. November 1918 die Republik Deutschösterreich von der Rampe des Parlaments ausrief, hat sich laut historischen Dokumenten stets für Toleranz eingesetzt. So hat er sich im Linzer Gemeinderat für Religionsfreiheit und den jüdischen Schächtritus starkgemacht und als Justizminister die Auslieferung des jüdischen Kommunisten Béla Kun verweigert. 

Vom NS-Regime in Zwangsruhestand versetzt

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ist er 1938 unter Gewaltandrohung als Präsident des Obersten Gerichtshofes in den Zwangsruhestand versetzt worden, da er sich durch seine harte Rechtsprechung gegen Nationalsozialisten zum Feind des NS-Staates gemacht hat, welcher auch seinen Gutsbesitz enteignet hatte. 

Vorwürfe geradezu absurd

„Wenn man bedenkt, dass Dinghofer von den Nationalsozialisten aus dem Amt gejagt wurde und sich schützend vor jüdische Mitbürger gestellt hat, sind die aktuellen Vorwürfe dieser Gruppierungen geradezu absurd. Diese Cancel Culture, die blindwütig alles ausradieren will, was nicht in ein enges linkes Weltbild passt, ist ein direkter Angriff auf unsere politische Kultur“, so der Obmann des Dinghofer-Instituts.

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