Der tatverdächtige Syrer konnte nach der Messerattacke flüchten und führt die vermeintliche Tatwaffe möglicherweise noch mit sich (Symbolbild).

17. Juli 2026 / 13:37 Uhr

Blutiger Messerangriff in Asylantenheim: Polizei fahndet nach 19-jährigem Syrer

In einem Asylantenheim in Witten (Nordrhein-Westfalen) ist es zu einer schweren Messerattacke gekommen. Ein 19 Jahre alter Syrer soll einen 39-jährigen Iraker so schwer verletzt haben, dass akute Lebensgefahr besteht. Nach der Tat verschwand der Syrer; möglicherweise trägt er das Messer noch immer bei sich. Die Polizei sucht derzeit mit großem Aufgebot nach ihm.

Streit zwischen Asylanten endet blutig

Die Tat ereignete sich in der Nacht auf den heutigen Freitag gegen ein Uhr in der Unterkunft an der Braukstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen war dem Angriff ein Streit vorausgegangen, der sich offenbar bereits seit längerer Zeit zugespitzt hatte. Als die Lage eskalierte, soll der Syrer mehrfach auf seinen Mitbewohner eingestochen haben. Der 39-Jährige verlor dabei nach Angaben der Polizei viel Blut. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und dort auf die Intensivstation verlegt. Ob er überlebt, ist derzeit noch unklar.

Syrer floh – womöglich mit Tatwaffe

Direkt nach dem Angriff ergriff der Verdächtige die Flucht aus dem Asylantenheim. Daraufhin leitete die Polizei eine groß angelegte Fahndung ein. Neben zahlreichen Einsatzkräften wurden auch ein Hubschrauber und ein speziell trainierter Mantrailer-Hund eingesetzt. Ein Polizeihund nahm die Fährte auf und verfolgte sie über mehrere Kilometer bis in das Dortmunder Stadtgebiet.

Besonders problematisch aus Sicht der Ermittler: Das mutmaßlich verwendete Messer wurde bislang nicht gefunden. Deshalb schließen die Beamten nicht aus, dass der Gesuchte weiterhin bewaffnet ist. Der Mann soll dunkle, mittellange Haare und ein Tattoo am Hals haben. Zur Tatzeit habe er zudem eine graue Jacke und eine blaue Hose getragen.

Polizei bittet um Hinweise

Unter der Leitung von Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann wurde inzwischen eine Mordkommission eingesetzt. Sie soll die Hintergründe der Tat aufklären. Die Polizei ruft Zeugen auf, Hinweise zum Aufenthaltsort des 19-Jährigen zu melden. Angaben können bei jeder Polizeidienststelle oder unter 0234/909-4441 gemacht werden.

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