Andreas Babler und Michael Ludwig

Dieses Bild, auf dem sich Babler und Ludwig lieb haben, könnte bei der SPÖ-Zensur gegen Journalisten auf dem Donauinselfest gerade noch durchgehen.

3. Juli 2026 / 09:21 Uhr

SPÖ will Journalisten vorschreiben, welche Fotos sie machen dürfen

Die SPÖ möchte nur noch schöne Bilder und Videos vom roten Parteifest auf der Donauinsel. Daher wurden Journalisten, die am Wochenende über das Donauinselfest berichten wollen, mit einer Zensur belegt. 

In einer brisanten Klausel, die Medienvertreter bei der Akkreditierung unterschreiben mussten, heißt es unter dem Punkt „Untersagung“:

Die Veranstalterinnen sind berechtigt, genehmigte Aufnahmen beziehungsweise die Verwertung von Aufnahmen mit sofortiger Wirkung zu untersagen, wenn der Inhalt oder das Thema der Aufnahmen geeignet ist, das Ansehen des Donauinselfestes in der Öffentlichkeit zu gefährden beziehungsweise dem Ansehen zu schaden.

Nur geschönte Bilder von Babler und Ludwig

Diese Regel für alle akkreditierten Journalisten, die wohl bedeutet, dass von SPÖ-Chef Andreas Babler oder SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig nur Fotos gemacht werden dürfen, die beide gut gelaunt und bestens ins Bild gerückt zeigen, stößt auf harsche Kritik. 

ORF-Moderator kritisiert Einschränkung

ORF-Moderator Martin Thür warf den Organisatoren des Donauinselfestes, indirekt also der SPÖ Wien, auf der Plattform Bluesky vor, „unabhängigen, kritischen Journalismus einzuschränken“. 

“Unerträglicher Skandal”

Das Vorgehen habe mit „Demokratie nichts mehr zu tun“, sagte der Wiener FPÖ-Mediensprecher Lukas Bruckner. In einer Aussendung sprach er von einem „unerträglichen Skandal“ und einem „frontalen Angriff auf die Pressefreiheit“. Das jährlich stattfindende Donauinselfest sei ein „reines SPÖ-Parteifest, das sich Jahr für Jahr mit fast zwei Millionen Euro Wiener Steuergeld subventionieren lässt“, das sich anmaße, „Journalisten vorzuschreiben, welche Bilder und Videos sie zeigen dürfen“.

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