Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) stellte sich demonstrativ hinter seinen Parteiobmann Herbert Kickl.

2. Juli 2026 / 11:10 Uhr

Rosenkranz im Interview: „Die Eitelkeit des Herbert Kickl ist gegen null“

Das Parlament geht in die Sommerpause, und Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) berichtete bei KURIER TV von seiner Arbeit. Dabei nahm er zu zahlreichen Themen Stellung, erklärte sein Amtsverständnis, die Arbeitsweise des Parlaments sowie seine Sicht auf FPÖ-Chef Herbert Kickl.

Verrat an den Wählern gibt es mit Kickl nicht

Für Rosenkranz ist klar: Verrat an der eigenen Wählerschaft gebe es weder mit ihm noch mit Herbert Kickl. Mehrheiten, die von den Wählern vergeben wurden, für das Kanzleramt zu opfern, diese Glaubwürdigkeit wolle sich die FPÖ nicht nehmen lassen. Der Abstand der FPÖ zur ÖVP bei der letzten Nationalratswahl sei wohl zu gering gewesen, um tragfähige Kompromisse zu ermöglichen. Das Ziel sei nun, stärker zu werden und die derzeitigen Umfragewerte weiter auszubauen. Auch aus der Opposition heraus wolle man sein Bestes geben.

Umfragen geben Kickl recht

Dass Kickl für eine funktionierende bürgerliche Regierung ein Problem sei, ist für Rosenkranz lediglich ein vorgeschobener Grund. Für jeden einzelnen FPÖ-Wähler, der eine FPÖ ohne Kickl wählen würde, würden zehn Stimmen verloren gehen, zeigte er sich sicher. Die Umfragen würden Kickl recht geben – allein die Rohdaten zur Kanzlerfrage sprächen für sich. „Never change a winning team“, fasste Rosenkranz es treffend zusammen. Man sei gut aufgestellt.

Kurz bereut Ende von Schwarz-Blau

Die Aussage von Ex-ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz, wonach die damalige schwarz-blaue Regierung seine Lieblingskoalition gewesen sei, hält Rosenkranz für glaubwürdig. Man habe damals einen guten Weg eingeschlagen. Kurz bereue es, den Stecker gezogen und Kickl und der FPÖ das Innenministerium weggenommen zu haben, ist sich der Nationalratspräsident sicher. Kickl habe sich damals zurückgezogen, weil die Regierung nicht an seiner Person scheitern sollte. „Die Eitelkeit des Herbert Kickl ist gegen null“, so Rosenkranz.

FPÖ ließ sich nicht spalten

Sämtliche freiheitlichen Regierungsmitglieder hatten damals geschlossen gehandelt. Die Partei habe sich nicht spalten lassen und deshalb die Regierung verlassen. Das Ziel, einen Keil in die Freiheitlichen zu treiben, sei nicht erreicht worden. „Und den Erfolg sieht man heute in den Umfragen“, so Rosenkranz’ klares Fazit.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

2.

Juli

11:10 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Digitaler Euro? Nicht mit uns! Ja zum Bargeld!
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.