Beate Meinl-Reisinger bei Gericht

Nicht zum ersten Mal gerät das Ressort von Neos-Außenministerium Meinl-Reisinger wegen einer fragwürdigen Personalentscheidung in die Kritik.

25. Juni 2026 / 09:30 Uhr

Auch Ehefrau bekam Stelle: Postenschacher-Verdacht im Außenamt

Eine Personalie sorgt im Ressort von Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger für Wirbel: Raphael Lassmann, bislang stellvertretender Kabinettschef der Außenministerin, soll künftig die Abteilung „Sicherheitsangelegenheiten“ leiten. Lassmann ist seit rund 20 Jahren im Ministerium tätig. Dennoch stellt sich die Frage, ob bei der Besetzung die Nähe zur Ministerin eine Rolle gespielt haben könnte, denn auch andere langjährige Beamte wären für die Stelle infrage gekommen.

Für zusätzlichen politischen Sprengstoff sorgt, dass auch Lassmanns Ehefrau eine Leitungsfunktion erhalten soll – ein Widerspruch zur bisherigen Linie der Neos, die sich in der Vergangenheit immer wieder lautstark gegen derartige Praktiken ausgesprochen haben.

Nicht die erste fragwürdige Personalie


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Die genannten Bestellungen sind Teil einer Reihe umstrittener Personalentscheidungen im Umfeld der Neos. So wurde etwa Arad Benkö nach seiner Tätigkeit im Kabinett zunächst zum Sondergesandten für den Nahen Osten und später zum Botschafter in Israel ernannt. Auch Armin Hübner erhielt eine neu geschaffene Koordinierungsfunktion, Feri Thierry eine strategische Leitungsfunktion und der ehemalige pinke Nationalratsmandatar Gerald Loacker soll künftig Österreich am Europäischen Rechnungshof vertreten.

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