Der Napoleonwald im Westen Wiens ist eines der letzten Naturjuwele der Bundeshauptstadt und ist seit 1941 ein Naturdenkmal. Bei Alt und Jung erfreut sich diese Großstadt-Oase seit jeher großer Beliebtheit und gilt als grüne Lunge Hietzings. Immerhin ist der Napoleonwald nicht nur ein Naherholungsgebiet, sondern bildet auch einen natürlichen Rückzugsort für heimische Tiere.
Große Bedeutung für Mensch und Tier
Trotz der großen Bedeutung für Mensch und Tier kümmert deren Erhalt die Wiener Stadtregierung offensichtlich nicht. Ein unter Naturdenkmalschutz stehende Fläche wurde zur Bebauung freigegeben. Eine Bürgerinitiative und Volksanwalt Christoph Luisser kämpfen jetzt Hand in Hand gegen dieses Immobilienprojekt.
Für Luisser ist klar: „Naturschutz ist Ländersache. Mit der erteilten Baubewilligung nimmt die Wiener Stadtverwaltung ihre eigenen Naturschutzgesetze nicht ernst.“
Volksanwaltschaftliches Prüfverfahren bestätigt Missstand
Volksanwalt Luisser hat in dieser Sache eine Prüfung eingeleitet und mittlerweile einen Missstand in dieser Causa feststellen können. Trotz des aufrechten Schutzstatus wurde ein Teil des Napoleonwalds von Grünland in Bauland umgewidmet und die Realisierung eines Großimmobilien-Projekts behördlich freigegeben.Â
„Wenn es ums Verbauen und Zubetonieren geht, spielt in der Stadt Wien der Natur- und Klimaschutz plötzlich keine Rolle mehr. Resümierend kann man sagen, dass von der vielbeschworenen Nachhaltigkeit in der Praxis nichts übrig bleibt“, sagte Luisser gegenüber unzensuriert.„Ich stehe hinter den mutigen Bürgern, die sich schützend vor den Napoleonwald stellen“, ergänzte der Volksanwalt.


