In der BRD-Hauptstadt betreiben die Blockparteien einmal mehr Symbolpolitik, indem sie einen Teil der Dorotheenstraße umbenennen. Wie die B.Z. berichtete, soll der betroffene Teil nun Yad-Vashem-Straße heißen. Er wird also nach der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem benannt.
Nutzlose Symbolpolitik
Freilich würden die in Berlin und Deutschland lebenden Juden deutlich mehr davon profitieren, wenn die Altparteien aufhören würden, Judenhasser ins Land zu lassen und für eine Remigration aller importierten Judenfeinde sorgten. Damit ist jedoch nicht zu rechnen. Stattdessen gibt es Symbolpolitik, bei der sich die etablierten Parteien gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich gut fühlen können.
Natürlich inszenierte sich Berlins Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bei dem Ganzen ganz groß. Schließlich ist derzeit Wahlkampf. Er verkündete: “Berlin zeigt damit deutlich: Die Erinnerung an die Schoah und an dieses im deutschen Namen begangene Menschheitsverbrechen bleibt ein fester und unverrückbarer Teil unserer Geschichte.” Wie ernst ihm diese Worte sind, sieht man jeden Tag an den bunten Zuständen in Berlin. Das einzig Gute an dieser sinnlosen Straßenumbenennung ist, dass sie im Regierungsviertel stattfindet und keine Anwohner oder Geschäfte damit von lästigen Behördengängen betroffen sind.

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