Naschenweng und Ludwig

Wenn Melissa Naschenweng ihr nicht vorhandenes Sicherheitsgefühl in Wien kundtut, versucht SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig nach Ausreden zu suchen.

1. Juni 2026 / 09:39 Uhr

Nach Naschenweng-Kritik an Sicherheit in Wien reagiert Ludwig mit Ausreden

SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig reagiert nach der Kritik von Schlagersängerin Melissa Naschenweng an der Sicherheit in der Stadt Wien („Ich habe im eigenen Land Angst“) mit Ausreden. Ihm sei die Sicherheit der Wiener Bevölkerung sehr wichtig und das gelinge gemeinsam mit der Wiener Polizei, sagte er nach Befragung der Kronen Zeitung. 

Brutale Messerattacke und “Scheiß Österreicherin”

In der Nacht auf Sonntag kam es in Wien-Leopoldstadt zu einer brutalen Messerattacke durch einen Syrer, in einer U-Bahn-Station in Wien-Meidling wurde eine junge Frau von einer Unbekannten attackiert und mit den Worten „Scheiß Österreicherin“ beschimpft. Zwei Vorfälle, die allein in den vergangenen Tagen für Aufsehen sorgten und das ohnehin kaum mehr vorhandene Sicherheitsgefühl der Bürger weiter verschlechterte.


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„Ich fühle mich allein in der Nacht nicht sicher“

Seit den Aussagen von Naschenweng kocht das Sicherheits-Thema hoch. „Ich fühle mich allein in der Nacht nicht sicher“, sagte der Schlagerstar angesprochen auf die Städte Wien, Linz und Graz. Und anders, als Ludwig bei solcher Kritik vonseiten der FPÖ reagiert, punzierte der SPÖ-Bürgermeister Naschenweng nicht mit den Worten „rechtsextrem“ oder „rechtsradikal“, sondern er widersprach sich selbst: Durch Waffenverbots-Zonen, Videoüberwachung und Alkoholverbote habe man den öffentlichen Raum sicherer gemacht, meinte er. Gleichzeitig forderte er das ÖVP-geführte Innenministerium auf, mehr Polizisten zur Verfügung zu stellen, um die Stadt sicherer zu machen. 

PR-Show von SPÖ-Bezirksvorstehern

Von Ludwigs schönen Worten haben offenbar selbst die eigenen Leute in der SPÖ genug. So starteten die beiden Bezirksvorsteher von Favoriten und Floridsdorf eine Unterschriften-Aktion, um mehr Polizisten zu bekommen. Von der FPÖ wird das als PR-Show abgetan, sitzt doch mit Jörg Leichtfried (SPÖ) ein Genosse als Staatssekretär im Innenministerium. Warum sie mit ihm keine Gespräche über ihren Bedarf an mehr Polizisten führen, ist ein Rätsel. 

Der Klubobmann der Wiener Freiheitlichen, Maximilian Krauss, hielt auf Facebook dazu fest: „Ludwig und seine SPÖ haben Wien überfremdet, abgewirtschaftet und kaputt gemacht. Damit muss endlich Schluss sein!“


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