Schwimmen

In den letzten Jahren mussten Frauen gegen Männer antreten, die sich als Frau identifizierten. Entlarvend, dass es nie umgekehrt war.

29. Mai 2026 / 09:21 Uhr

Frauen zahlen drauf: ÖVP, SPÖ, Grüne und Neos halten verbissen zu Transpersonen

Die Debatte um die Teilnahme von Männern, die sich als Frauen fühlen, weibliche Hormone schlucken oder umoperieren ließen, um dann am Frauensport teilzunehmen und dort dank ihrer biologischen Anlagen die Wettbewerbe gewinnen, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben.

Gegenbewegung längst im Gange

Während viele Sportverbände lange auf Teilnahme setzten und zusahen, wie die biologischen Frauen um ihre Siege gebracht wurden, wurde international längst die Gegenbewegung eingeleitet.


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Denn es ist nicht nur der Mehrheit der Menschen klar, sondern auch wissenschaftlich erwiesen. Im Leistungssport erreichen Männer im Schnitt zehn bis 20 Prozent mehr körperliche Leistungsfähigkeit in den verschiedenen Disziplinen.

Weltweite Aufmerksamkeit im Schwimmsport

Eine der schillerndsten Fälle war der transsexuelle amerikanische Schwimmer William „Lia” Thomas.

Als männlicher Athlet noch erfolglos, konnte er nach einem Dekret, das besagte, dass transsexuelle Männer bei Frauen-Wettbewerben zugelassen werden, seine Paradedisziplin über 500-Yard-Freistil dominieren. Er war den weiblichen Sportlerinnen körperlich überlegen, distanzierte die Olympia Silbermedaillengewinnerin von 2020, Emma Weyant, um zwei Sekunden.

Weltweite Proteste

Aufgrund zahlreicher, weltweiter Proteste haben viele Sportvereinigungen ihre Regeln wieder verschärft – teils drastisch. So beschloss der Weltschwimmverband, Federation Internationale de Natation (FINA), 2022, dass in Zukunft nur Transmenschen mit einer Geschlechtsangleichung vor dem 12. Lebensjahr an Wettbewerben ihres neuen Geschlechts teilnehmen dürfen.

Leichtathletikweltverband schränkte Teilnahme ein

In der Leichtathletik gab der zuständige Weltverbandes (IAAF) bekannt, dass ab 2018 bestimmte Kriterien für die Zulassung in den Frauenklassen in den Disziplinen von 400 Meter (einschließlich der Hürdenläufe) bis hin zu einer Meile und in kombinierten Wettkämpfen wie Staffeln, über diese Distanzen erfüllt werden müssen.

Leichtathletinnen müssen seit damals vom Gericht als weiblich oder intergeschlechtlich (oder äquivalent) anerkannt sein und der Blut-Testosteron-Spiegel muss kontinuierlich unter einem festgelegten Richtwert liegen.

Wirbel um Frauenboxen 2024

Der Streit um die Teilnahme von biologischen Männern in Frauenbewerben eskalierte bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris besonders im Frauenboxen.

Im Mittelpunkt standen die Transpersonen Imane Khelif und Lin Yu-ting. Beide waren zuvor vom Box-Weltverband IBA von einer WM ausgeschlossen worden, weil sie nach einem nicht näher erklärten Geschlechtertest angeblich die Kriterien für Frauenbewerbe nicht erfüllt hätten.

IOC-Führung auf Seiten der Transpersonen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ließ beide Athletinnen in Paris jedoch starten. Der damalige IOC-Präsident Thomas Bach betonte, es habe nach den damals gültigen Regeln „nie einen Zweifel“ daran gegeben, dass sie Frauen seien. Khelif wies zudem zurück, trans zu sein.

Die beiden Transpersonen schlugen die echten Frauen wortwörtlich, worauf weltweit eine hitzige Debatte einsetzte.

Alle Frauen müssen zum Arzt

Schließlich musste das IOC seine woke Agenda aufgeben. Das Komitee verschärfte seine Linie zum Schutz der Frauen. Sportlerinnen müssen nun für internationale Frauenbewerbe einen einmaligen Geschlechtertest absolvieren – auch echte Frauen. Wie erniedrigend.

Dabei kann etwa ein SRY-Gentest eingesetzt werden, der auf ein Gen am Y-Chromosom prüft. Ist das Ergebnis eindeutig und gibt es keine Zweifel, soll der Nachweis dauerhaft gelten.

Einheitsparteien erkennen Zeichen der Zeit nicht

Und Österreich? Dort sehen ÖVP, SPÖ, Grüne und Neos den Wandel nicht und stehen weiter nicht auf Seite der Frauen sondern der Transpersonen.

Im Sportausschuss gestern, Donnerstag, wurde über die Grundzüge der österreichischen Sportpolitik in Zeiten knapper Budgets diskutiert. Die FPÖ brachte einen Antrag ein, das „biologische Geschlecht“ als Teilnahmekriterium bei Sportbewerben einzuführen.

Verstecken hinter internationalen Verbänden

Für sie ist die Gleichstellung der Geschlechter im Sport gefährdet, wenn biologische Männer, die sich als Frauen identifizieren, an Frauenwettkämpfen teilnehmen. Das sei zutiefst unfair, meinten die FPÖ-Abgeordneten Markus Leinfellner und Nicole Sunitsch.

Heike Eder (ÖVP) heuchelte Verständnis für das Anliegen, im Frauensport faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern. Doch zu mehr war die ÖVP nicht mutig genug. Im Gegenteil. Sie spielte den Ball weiter und erklärte, dass die Frage, wer zu Wettbewerben zugelassen werden könne, sinnvollerweise von den internationalen Verbänden geregelt werde, sie liege nicht in der Zuständigkeit des Sportministers. Auch Parteikollege Christoph Zarits hielt eine allgemeine gesetzliche Regelung für nicht zielführend.

Für Linke ist Politik plötzlich nicht zuständig

Auch Bernhard Höfler (SPÖ) sieht plötzlich nicht die Politik in der Verantwortung und verwies auf die Autonomie der Sportverbände. Er meinte, es sei nicht Aufgabe der Politik, komplexe sportmedizinische Fragestellungen zu beantworten.

Völlig abgehoben argumentierten die Grünen. Agnes Sirkka Prammer bedauerte, dass der Antrag das Anliegen des Frauensports verwende, um „gegen eine Gruppe von Menschen, die der FPÖ nicht passt” vorzugehen. Das Thema des biologischen Geschlechts spiele vor allem im Spitzensport eine Rolle, sei aber komplex und müsse von den zuständigen Stellen spezifisch für jede Sportart geregelt werden.


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