In der Innsbrucker Universitätsklinik werden künftig Abtreibungen durchgeführt, scharfe Kritik kommt von der „Jugend für das Leben“.

5. Mai 2026 / 14:49 Uhr

Lebensschützer sind entsetzt: Schwangerschaftsabbrüche in Uni-Klinik

Ab sofort können Schwangerschaftsabbrüche im Rahmen der Fristenlösung (bis zur zwölften Schwangerschaftswoche) an der Innsbrucker Universitätsklinik durchgeführt werden. Während sich SPÖ, Grüne und Neos begeistert zeigen, sind Lebensschützer entsetzt.

Schwarz-Rote Regierung bringt Abtreibungen in öffentliche Kliniken

Die Tirol Kliniken übernehmen diese Aufgabe als Privatleistung, angeblich um eine verlässliche Versorgung zu gewährleisten. Bisher war in Tirol nur ein einziger niedergelassener Arzt für solche Eingriffe verfügbar.


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Die Entscheidung der Landesregierung unter ÖVP-Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele wurde per automatisierter E-Mail an Klinikmitarbeiter mitgeteilt und stößt auf gemischte Reaktionen. Hagele betonte, es gehe um die „Verantwortung der öffentlichen Hand“ für Beratung, medizinische Qualität und Nachsorge, ohne weltanschauliche Debatte. Die Kosten müssen privat getragen werden (etwa 800 bis 870 Euro), Härtefällen steht Unterstützung zur Verfügung; das Personal kann sich frei entscheiden. Seit 2021 gab es heftigen Protest gegen Pläne, Abtreibungen in öffentliche Kliniken zu verlagern, da kein Arzt die Aufgabe übernehmen wollte. Die Fristenlösung gilt seit 1975 als straffrei, medikamentöse Abbrüche sind nur in Kliniken erlaubt.

Rot, Grün und Pink begrüßen Neuerung

Bei den Linken stößt die neue Regelung erwartungsgemäß auf Zustimmung: Als „klare Verbesserung der Selbstbestimmung“ lobte SPÖ-Soziallandesrätin Eva Pawlata die Neuerung, die SPÖ-Frauen hatten dies bereits im Regierungsprogramm verankert. Die grüne Landtagsabgeordnete Zeliha Arslan sprach von einem „Gamechanger“; die Partei fordert sogar die Anerkennung von Abtreibungen als Kassenleistung. Neos-Klubobfrau Birgit Obermüller sprach von einem „Schritt in die richtige Richtung“.

Abtreibung keine Gesundheitsleistung, sondern Gewalt an Frauen

Die Bewegung „Jugend für das Leben“ verurteilte die Entscheidung scharf als Verrat am ÖVP-Grundsatzprogramm („Wir lehnen den Schwangerschaftsabbruch ab“). Der Vorsitzende Frederik Koller kritisierte, die Regierung verharmlose eine Straftat, belaste Steuerzahler und Personalethik; er forderte die Revision durch ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle. Pressesprecherin Natalie Walch stellte klar: „Abtreibung ist keine Gesundheitsleistung, sondern Gewalt an Frauen und Kindern“.

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