Aufregung in einem Kindergarten in Gallneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung in Oberösterreich. Dort bezeichnet ausgerechnet ein katholischer Kindergarten Vater- und Muttertag als nicht mehr zeitgemäß.
Es gibt keine klassischen Rollenbilder mehr
Wie die Tageszeitung Heute berichtete, teilten die Betreiber des Kindergartens wenige Tage vor dem Muttertag am 10. Mai den Eltern mit, dass auf das Einüben klassischer Gedichte oder Lieder speziell für Mutter- oder Vatertag bewusst verzichtet wird. Die Erklärung dazu:
Uns ist bewusst, dass Kinder heute in ganz unterschiedlichen Familienformen aufwachsen. Klassische Rollenbilder rund um Mutter- und Vatertag spiegeln diese Vielfalt nicht immer wieder und sind daher aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß für den Kindergartenalltag.
“Du sollst Vater und Mutter ehren”
Wie diese Einstellung des katholischen Kindergartens zu den Zehn Geboten passt, die Moses der Überlieferung nach auf dem Berg Sinai im Süden der Sinai-Halbinsel in Ägypten verkündete und in der Kirche seither wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird, muss man den Gläubigen einmal erklären.
Denn das vierte Gebot besagt: „Du sollst Vater und Mutter ehren“. In einem Artikel der Erzdiözese Wien heißt es, dass das vierte Gebot zu allen Zeiten aktuell war und ist. Vater und Mutter würden als „Überlieferer“ und „Bewahrer“ der Tradition gelten. Sie würden damit als eine Art Garanten der Beziehung zu Gott über die Generationen hinweg erscheinen.Â
Unterwerfung der Gender-Ideologie
Traditionen und Brauchtum zu wahren ist aber offenbar nicht mehr für alle katholischen Kindergärten in Österreich wichtig, wie das Beispiel in Oberösterreich zeigt. Damit gibt man anderen Religionen mehr Raum und unterwirft sich der Gender-Ideologie.

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