Ein groß angelegtes Ermittlungsverfahren des Bundeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft Wien hat ein weit verzweigtes Betrugssystem offengelegt, das den österreichischen Staat seit 2024 rund 4,8 Millionen Euro gekostet haben soll. Über mehr als 200 Scheinfirmen sollen Verdächtige aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und Marokko durch fingierte Beschäftigungen und gefälschte Unterlagen Steuervorteile und Sozialleistungen erschlichen haben.
200 Scheinfirmen, Strohmänner und falsche Dokumente
Ausgangspunkt der Ermittlungen waren auffällige Finanzströme im Jahr 2024. Die Behörden enttarnten ein professionell aufgebautes Netzwerk, das mit über 200 Scheinfirmen Einkommen und Beschäftigungen vorgetäuscht haben soll, um Vorsteuer geltend zu machen. Strohmänner aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Bulgarien seien gegen geringe Geldbeträge als Geschäftsführer oder Angestellte gemeldet worden, ohne jemals tatsächlich einer Tätigkeit nachzugehen.
Pakistaner, Syrer, Afghanen und Marokkaner kassierten ab
Zehn mutmaßliche Hintermänner aus Pakistan, Syrien, Afghanistan und Marokko sollen die so ergaunerten Beträge anschließend in bar abgehoben oder auf eigene Konten transferiert haben. Darüber hinaus seien auch Betrugshandlungen im Zusammenhang mit Familiennachzug, falschen Dokumenten und Scheinehen festgestellt worden. Eine Frau habe ihren Wochengeldbetrag deutlich erhöht, eine andere sei zum Schein krankenversichert worden, um eine Operation durchführen zu lassen. Ein Syrer habe sich mit gefälschten Lohnzetteln sogar die österreichische Staatsbürgerschaft erschlichen. Ein Aberkennungsverfahren wurde eingeleitet.
Große Razzia in Wien und Niederösterreich
Am 25. März 2026 kam es in Wien und Niederösterreich zu einer groß angelegten Razzia. Dabei klickten für zwei Pakistaner (46 und 34 Jahre alt), einen Inder (41) und einem Iraker mit deutschem Pass die Handschellen. Sechs weitere Beschuldigte wurden vernommen. Bei insgesamt 16 Hausdurchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler 186.000 Euro Bargeld, 100 Handys, mehrere IT-Geräte sowie zahlreiche Unterlagen und Bankkarten.
Nach Angaben des Bundeskriminalamts läuft die Auswertung der Beweismittel derzeit auf Hochtouren. Mehr als 200 Personen sollen in den Fall involviert sein. „Die Strukturen waren hochprofessionell organisiert“, erklärte Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamts.
Kein Erfolg, sondern handfester Skandal
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz übte währenddessen scharfe Kritik an der Verlierer-Ampel: Er bezeichnete den späten Zugriff als Skandal statt Erfolg und stellte die Kontrollen bei heimischen Unternehmen gegen den langanhaltenden Missbrauch durch Zuwanderer gegenüber:
Dass dieses hochkriminelle Netzwerk aus über 200 Scheinfirmen erst nach einem Schaden von fast fünf Millionen Euro gestoppt wurde, ist kein Erfolg, sondern ein handfester Skandal und ein Armutszeugnis für die Sicherheit in diesem Land unter der ÖVP.
ÖVP-geführtes Innenministerium setzt falsche Prioritäten
Schnedlitz hinterfragte die Prioritäten der Behörden, die bei FPÖ-Ausgaben schnell reagieren, aber Steuergeld erschleichen ließen, und tadelte ÖVP-Innenminister Gerhard Karner für den Fokus auf Einzelfälle statt systemischer Clan-Strukturen:
Wenn die FPÖ billigen Sprit an einer Tankstelle in Wien ausgibt, steht beim Tankstellenbetreiber ad hoc die Behörde zur Kontrolle vor der Haustür. Wenn Steuermillionen über einen offensichtlich längeren Zeitraum hinweg durch Zuwanderer erschlichen werden, will das offensichtlich niemandem auffallen.
Der blaue Generalsekretär forderte den sofortigen Entzug erschlichener Staatsbürgerschaften und einen Paradigmenwechsel zum Schutz der Steuerzahler vor einem „Selbstbedienungsladen“ Österreich.
Es kann nicht sein, dass Österreich zu einem Selbstbedienungsladen verkommt. Wer sich unsere Staatsbürgerschaft durch Betrug und gefälschte Lohnzettel erschleicht, dem muss sie umgehend und ohne jede Diskussion wieder entzogen werden.

POLITISCHE ANZEIGE der Fraktion Europa souveräner Nationen (ESN).
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung


