Das Abkommen der EU mit der lateinamerikanischen Wirtschaftsorganisation Mercosur sieht man bei der FPÖ kritisch.

31. Dezember 2025 / 12:05 Uhr

Schutzklauseln beim Abkommen wirkungslos, ÖVP spielt „falsches Spiel“

Insekten, Laborfleisch, Gentechnik und Hormonfleisch – all das würde den Verbrauchern bald ohne Kennzeichnungen serviert werden, sollte das Mercosur-Abkommen abgeschlossen werden, warnt die FPÖ.

Konsumenten wird Wahlfreiheit genommen

Und lange dauern wird es wohl nicht, denn der Weg sei schon aufbereitet worden, meinte Landwirtschaftssprecher Peter Schmiedlechner: Die Aufhebung der Kennzeichnung für viele gentechnisch veränderte Lebensmittel sei ein weiterer Schritt. In Österreich scheitere eine ordentliche Lebensmittel-Herkunftskennzeichnung an der ÖVP. Damit werde den Konsumenten die Wahlfreiheit genommen, die heimischen Produzenten würden austauschbar, und der Handel könne weiter fleißig abkassieren, so die Kritik.

Nicht mehr als Beruhigungspillen

Scharfe Kritik übte Schmiedlechner an der ÖVP, die ein „falsches Spiel“ spiele:

Anstatt auf europäischer Ebene aktiv gegen Mercosur aufzutreten, spricht die Verlierer-Ampel mit gespaltener Zunge. Eine Schande, wenn die von der ÖVP weggelobten Politiker wie Martin Kocher und Magnus Brunner, die Österreich an die Wand gefahren haben, jetzt ausrücken und Werbung für das Mercosur-Abkommen machen. Die ausverhandelten Schutzklauseln für die Landwirtschaft sind nicht mehr als Beruhigungspillen. Zu oft wurden wir heimischen Bauern schon von der ÖVP und dieser EU verraten.

Heimische Landwirtschaft stirbt aus

Er verwies darauf, dass jeden Tag neun landwirtschaftliche Betriebe die Produktion für immer einstellen. Es ergebe wenig Sinn und bringe langfristig keinen Vorteil, ein Mercosur-Handelsabkommen abzuschließen, wenn die heimische Industrie aufgrund hoher Energiekosten und irrsinniger Umweltauflagen nicht wettbewerbsfähig sei und man gleichzeitig mit dem Handelsabkommen die heimischen Familienbetriebe ruiniere. „Regional statt global“ sollte die Devise sein, denn nur wer regional kauft, schaffe Arbeitsplätze und Wertschöpfung im eigenen Land.

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