Souveräner Auftritt des steirischen Landeshauptmanns Mario Kunasek gestern, Sonntag, in der ORF-Pressestunde. Ein Nutzer auf Facebook drückt es so aus: „Alle peinlichen Versuche, eine Spaltung in der FPÖ zu konstruieren, sind krachend gescheitert“.
Gegenüber hat es offensichtlich nicht ernst gemeint
Gefragt nach dem Scheitern bei den Regierungsverhandlungen sagte Kunasek, er könne die wahren Begebenheiten schwer einschätzen, weil er bei den Verhandlungen nicht dabei gewesen sei. Doch wisse er aus Erfahrung, ob es das Gegenüber ernst meine oder nicht – „in der Steiermark war das der Fall, auf Bundesebene offensichtlich nicht“.
Den Wählern im Wort geblieben
Kickl, so der Landeshauptmann weiter, sei den Wählern im Wort geblieben, als der die Gespräche abbrach. Dass die Verhandlungen an der Frage scheiterten, welche Partei das Innenministerium führen soll, wollte Kunasek nicht bestätigen. Doch sei es legitim gewesen, dass die FPÖ aufgrund ihrer „Kernkompetenzen“ das Ministerium beansprucht habe.
Vieles liegt im Argen
Dass Christina Traar, Chefredakteurin der Kleinen Zeitung, und Hans Bürger vom ORF den steirischen Landeshauptmann in der Pressestunde mit Aussagen von FPÖ-Chef Herbert Kickl beim Bundesparteitag am Samstag in Salzburg konfrontierten, war zu erwarten. Die Fragesteller stießen sich an den Formulierungen „Dritte Republik“ und „System brechen“.
Die Begriffe würden von Jörg Haider stammen und den Wunsch nach Veränderung beschreiben, sagte Kunsaek. „Es ist legitim, darüber nachzudenken, bestimmte Dinge in dieser Republik zu ändern“, etwa „die Strukturen“. Denn es liege vieles im Argen, so Kunasek. Man könne es auch „Systemwechsel“ nennen. Worte auf einem Parteitag würden immer „zerrissen“, dass Kickl überzogen habe, sehe er nicht, „ganz im Gegenteil“.
Der neue Jörg Haider
Bürger wollte von Kunasek wissen, ob er der neue Jörg Haider der FPÖ sei, weil Kickl am Bundesparteitag gemeint habe: „Mario, du bist der neue Jörg Haider“. Darauf sagte der steirische Landeshauptmann: „Die Parallelität ergibt sich, weil ich nach Jörg Haider der zweite Landeshauptmann in der FPÖ bin. Letztlich leben wir im Jahr 2025 mit ganz anderen Herausforderungen, da bleibt wenig Zeit für historische Abrisse, da muss man in die Zukunft blicken“.
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