Die Inflation in Österreich liegt mit 4,1 Prozent weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt von genau 2,1 Prozent. Zu spüren bekommen das die Bürger bei jedem Einkauf und den steigenden Mieten.

2. September 2025 / 18:10 Uhr

Stockers Inflationsziel rückt in weite Ferne: Teuerung steigt auf 4,1 Prozent

ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker hatte erst vor wenigen Tagen seine „2-1-0“-Formel vorgestellt: zwei Prozent Inflation, ein Prozent Wirtschaftswachstum und “null Toleranz” gegen alle, die “unsere Gesellschaft in Frage stellen”, will die Verlierer-Ampel anstreben.

Inflation weit über EU-Durchschnitt

Dass zumindest aus Ersterem vorerst einmal nichts wird, zeigen neue Zahlen: Die Inflation in Österreich hat im August 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Laut Statistik Austria stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) auf 4,1 Prozent nach 3,6 Prozent im Juli. Damit liegt die Teuerung weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt von 2,1 Prozent und weit entfernt vom Ziel, das Stocker mit seiner Zauberformel ausgegeben hatte.

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Energie wurde wieder teurer

Besonders stark war der Anstieg bei den Energiepreise – von 4,2 Prozent im Juli auf 5,9 Prozent im August. Treibstoffpreise wirkten deutlich weniger preisdämpfend als in den Vormonaten, zudem fehlt weiterhin eine Strompreisbremse, die eine Entlastung hätte bringen können. Auch andere Ausgabengruppen trugen zur Teuerung bei. Dienstleistungen stiegen um 4,7 Prozent, Lebensmittel, Tabak und Alkohol um 5,0 Prozent. Die Kerninflation, die Dienstleistungen und Industriegüter umfasst, erhöhte sich von 3,4 Prozent auf 3,8 Prozent.

Regierung versagt auch wirtschaftspolitisch

Die Maßnahmen der Regierung, darunter Förderprogramme und angekündigte Entlastungen, konnten den Preisanstieg noch nicht stoppen, die Wirkung bleibt wie erwartet aus. FPÖ-Wirtschaftssprecherin Barbara Kolm und der freiheitliche Budgetsprecher Arnold Schiefer warfen der “Verlierer-Ampel” prompt vor, ökonomisch im “Schlafwagen-Modus” unterwegs zu sein. Die nach der Regierungsklausur nun angekündigte Erhöhung des Investitionsfreibetrags sei zwar ein richtiges Zeichen, komme aber viel zu spät. Einen entsprechenden Antrag der FPÖ im Juni im Nationalrat hatten die Regierungsparteien noch abgelehnt.

FPÖ ortet ökonomischen “Schlafwagen-Modus”

Abseits dieser heute präsentierten positiven Maßnahme stehe die Koaliton jedoch vor den Scherben ihrer Politik. Mit einem Minus von 16 Milliarden Euro beim Budgetvollzug liege die Ampel exakt dort, wo Schwarz-Grün im Vorjahr gelegen sei. „Einmaleffekte wie ÖBAG-Dividende, Energie- und Bankenabgabe können da nicht mehr viel retten. Die Inflation galoppiert weiterhin munter dahin – auch weil die Energiepreise nicht wettbewerbsfähig sind und parallel dazu den Österreichern ein Belastungspaket überreicht wurde. Die hohen Arbeitslosenzahlen verursachen ebenfalls mehr Kosten und wirken sich negativ auf die Budgetentwicklung aus“, betonte Schiefer.

Kein taugliches Rezept gegen hohe Lebensmittelpreise und Mieten

Ganz ähnlich sieht das FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz: “Alle anderen heute großspurig angekündigten Maßnahmen sind überhaupt Augenauswischerei. Wer glaubt denn ernsthaft, dass auch nur ein Produkt im Supermarkt durch die Kennzeichnung von ‚Shrinkflation‘ günstiger wird oder dass Gespräche mit dem Handel die Lebensmittelpreise senken würden? Es braucht hier zeitlich begrenzte Preisdeckel für Grundnahrungsmittel, wie wir Freiheitlichen sie seit Jahren fordern!“, so Schnedlitz, der auch beim Thema Mieten nichts als Absichtserklärungen bei der Regierung verortet: „Das freiheitliche Modell für leistbaren Wohnraum mit der Ausweitung des Vollanwendungsbereichs des Mietrechtsgesetzes und anderen effektiven Entlastungsmaßnahmen liegt längst am Tisch, die Systemparteien wollen aber offensichtlich den Menschen gegen die immer unleistbarer werdenden Mieten gar nicht helfen“, beklagte Schnedlitz in einer Aussendung.

Täglich mehr Schäden an Wirtschaft und Wohlstand

Stocker, Babler und Meinl-Reisinger würden es nicht wollen, nicht können und richteten mit jedem Tag, den sie länger im Amt seien, nur noch mehr Schaden an Wirtschaft und Wohlstand an. Eine echte Wende für die Österreicher, mit der es aus diesem Niedergang der Systemparteien wieder aufwärts geht, gebe es nur mit der FPÖ und einem Volkskanzler Herbert Kickl, so die Freiheitlichen unisono.

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