Roman Haider und Schafe

Der Skandal um die griechischen “Geisterschafe” zeige die enormen Missbrauchsmöglichkeiten bei Fördervergaben durch die EU, übt Roman Haider (Bild) scharfe Kritik.

26. August 2025 / 09:47 Uhr

Phantom-Schafe in Griechenland offenbaren Missbrauch von EU-Geldern

Gerade standen die Milliarden-Subventionen an NGOs im Mittelpunkt des unübersichtlichen Fördersystems der EU, jetzt der nächste Skandal: Millionen flossen an griechische Phantom-Schafe.

Mit nicht existenten Schafs- und Ziegenherden sowie undurchsichtigen Pachtverträgen seien mehrere hundert Millionen Euro ergaunert worden, übt EU-Abgeordneter Roman Haider (FPÖ) scharfe Kritik.

Betrugsskandal unvorstellbaren Ausmaßes


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Haider spricht in einer Aussendung von einem „Betrugsskandal unvorstellbaren Ausmaßes in Griechenland“. Wörtlich sagte er:

Das ist ja kein Einzelfall, wie auf der Internetseite der EU-Staatsanwaltschaft EPPO eindrücklich dokumentiert ist. Es ist nur die Spitze des Eisberges.

Der Skandal um die griechischen Phantom-Schafe zeige zudem sehr deutlich die enormen Missbrauchsmöglichkeiten bei Fördervergaben durch die EU. Eine komplette Neuaufstellung sei unumgänglich, so der freiheitliche EU-Parlamentarier.

7,8 Millionen “Geisterschafe” auf Kreta

Tatsächlich sollen Bauern, Beamte und Politiker über Jahre ein dichtes Netzwerk aufgebaut haben, um die EU schamlos auszunehmen. Aufgeflogen ist dieser Subventionsskandal, als auf Kreta rund 7,8 Millionen „Geisterschafe“ aufgetaucht sind. Nach offizieller Darstellung sollten dort die Hälfte aller griechischen Ziegen und Schafe leben – doch die Milchproduktion war im Verhältnis zu gering. Dieses Missverhältnis führte schließlich zu Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO).

Verwicklung von Spitzenpolitikern

Das Ausmaß des Skandals zeigt auch die Verwicklung von Spitzenfunktionären der griechischen Regierungspartei Neo Demokratia (EVP): Mehrere Minister und Staatssekretäre sind bereits zurückgetreten. Der griechische Premierminister ist zudem ein wichtiger Unterstützer von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die auf seinem Anwesen bereits Urlaub gemacht hat. „Das könnte die Untätigkeit der Kommission teilweise erklären“, vermutet Haider.


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