Marco Wanda

Marco Wanda stellte seine Biografie vor und machte nebenbei auch einen Ausflug in die österreichische Innenpolitik.

24. August 2025 / 10:06 Uhr

Musiker beichtet Drogenkonsum und attackiert Kickl mit Unterstellung

Wenn sich Musiker auf die politische Bühne wagen, ist das sehr oft zum Fremdschämen. Das war auch jetzt bei Marco Wanda, Sänger der Rockband Wanda, der Fall.

Bei der Vorstellung seiner Biografie attackierte er FPÖ-Chef Herbert Kickl. Wanda sagte:

Als Politiker die Menschen aufzuhetzen ist einfach. Aber diese Menschen wissen nicht, was dieser Hass bewirkt. Der bewirkt nicht nur einen Wahlsieg, sondern der kann darüber hinaus eine Katastrophe für uns alle werden. Und das darf nicht passieren!

Geständnis von Drogenkonsum


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Welche Katastrophe eintreten würde, wenn Kickl Volkskanzler wäre, verriet der Musiker nicht. Dafür gestand er eine wirkliche Katastrophe ein: Sein Leben sei voller Drogen gewesen – Kokain, Heroin, Ecstasy, Alk („Ich entschied mich, derjenige zu sein, der am meisten trinkt“, so wurde Wanda von Oe24 zitiert).

Einer, der sich nach eigenen Angaben mit Drogen vollgepumpt hat, fühlte sich also berufen, ein kryptisches politisches Statement abzugeben. Als österreichischer Künstler musste diese öffentliche Äußerung wohl zwangsläufig gegen Kickl gerichtet sein.

Künstler reden ohne Mikro oft ganz anders

Der Maler, Musiker und Kabarettist Alf Poier meinte kürzlich in einem Video: Es sei interessant, dass er immer wieder einflussreiche Menschen, Künstler, Leute aus dem Fernsehen treffe – und diese würden privat oft komplett anderes reden als auf der Bühne oder wenn sie ein Mikrofon unter der Nase haben.

Wer die Wahrheit sagt, verliert Engagements

Wenn man allerdings braver Staatskünstler sei, ein Opportunist und so weiter, dann hieße es immer: „Ein mutiger, ein mutiger Künstler“. Sie würden Förderungen kassieren und Dinge sagen, die sie oft gar nicht so denken. Aber sie bekämen Geld und lebten gut davon.

Poier zählte die Konsequenzen auf, wenn man als Künstler die Wahrheit sagt: Man werde aus Museen auskuratiert, man verliere Engagements.


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