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Die beiden Co-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla können sich über einen Wahlerfolg freuen.

9. Juni 2024 / 19:53 Uhr

Sensationell: AfD holt trotz permanenter Schmutzkübelkampagnen den zweiten Platz

Laut Prognose der ARD werden die Unionsparteien CDU/CSU heute, Sonntag, als stärkste Kraft aus der Wahl zum EU-Parlament hervorgehen. Starke Zugewinne verzeichnet die AfD, die auf den zweiten Platz kommt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt bei seinem ersten Antreten aus dem Stand auf 5,5 Prozent.

Wahlsieger CDU

Bei der Europawahl ist die Union heute, Sonntag, mit deutlichem Abstand die stärkste Kraft geworden. Offensichtlich haben die Wähler schon vergessen, wem sie das Katastrophenjahr 2015 (“Wir schaffen das”) zu verdanken hatten. Laut Prognose von infratest dimap für die ARD erreichen CDU und CSU zusammen 29,5 Prozent. Ein kaum messbares Plus von 0,6 Prozentpunkten. Obwohl die Union im Vergleich zur letzten EU-Wahl 2019 praktisch auf der Stelle tritt, meinte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann: „Wir starten weiter durch, das Ergebnis ist Klasse“.

AfD legt stark zu

Heimlicher Sieger des Abends dürfte die AfD werden. Mit 16,5 Prozent liegt sie laut Prognose auf Platz zwei, noch deutlich vor der Kanzler-Partei SPD. Im Mitteldeutschland wurde die patriotische Partei sogar zur stärksten Kraft.

Diese 16,5 Prozent bedeuten für die AfD einen Stimmenzuwachs von 5,5 Prozentpunkten, was das Erreichen eines historischen Höchstwertes ist. Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, als sich die Partei einer beispiellosen Schmutzkübelkampagne gegenüber sah, die im Jänner mit der Deportations-Lüge (“rechtes Geheimtreffen in Potsdam”) begonnen hatte und sich mit weiteren unbelegten Behauptungen fortsetzte, oder den Verdächtigungen, ihre Spitzenkandidaten würden von Russland Geld nehmen und für China spionieren.

Klatsche für die Grünen

Katastrophal fällt das Ergebnis für die drei Regierungsparteien aus. Eine heftige Ohrfeige vom Wähler setzte es für die Grünen, die nur noch auf zwölf Prozent kommen und beinahe jeden zweiten Wähler verloren. Ihr Koalitionspartner SPD kommt auf magere 14 Prozent, die FDP auf fünf Prozent. Damit kommen alle drei Parteien zusammen nur auf 31 Prozent.

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