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Dass jetzt auch Kinder geimpft und die Ungeimpften zu Sündenböcken erklärt werden, ist der Osttiroler JVP-Chefin zu viel gewesen. Sie trat aus der ÖVP aus.

13. November 2021 / 15:50 Uhr

“Hetzjagd auf Ungeimpfte”: Junge-ÖVP-Chefin von Osttirol erklärt ihren Rücktritt aus Partei

Der immer mehr auf Spaltung und Jagd auf Ungeimpfte setzende Kurs der schwarz-grünen Bundesregierung, der kürzlich in einen “Lockdown” für nicht gegen das Coronavirus geimpfte Bürger gipfelte, führt nun zu einem ersten Rücktritt in der Kanzlerpartei ÖVP. Die Vorsitzende der Jungen ÖVP (JVP) in Osttirol, Christina Staffler, will die “Hetzjagd” nicht länger mittragen.
“STOPP der Spaltung in der Gesellschaft”
In einem offenen Brief an Medienvertreter forderte die Jungpolitikerin ein Ende der Hetzjagd auf Ungeimpfte sowie ein Ende der allgemeinen Diskriminierung dieser. Durch das politische Kalkül der Regierung werde letztlich ein Keil in die Gesellschaft getrieben.
Die Aufhebung des Nachweises natürlicher Antikörper gegen das Coronavirus sei neben der Impfung von Kleinkindern mit nicht für Minderjährige zugelassenen Impfstoffen in Wien die Spitze des Eisberges und komme schlichtweg einer Impfpflicht gleich. Ebenso sei sie über die Rhetorik der Regierenden erschüttert (Tiervergleiche und “Daumenschrauben” von Kanzler Schallenberg und Co.).
Politiker, die nicht vom Volk gewählt wurden, drangsalieren dieses
Am Ende ihres Schreibens geht die zweifache Mutter hart mit dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter sowie mit Bundeskanzler Alexander Schallenberg (beide ÖVP und nicht direkt vom Volk gewählt) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ins Gericht. Zudem distanziert sie sich offiziell von der ÖVP und ihrer Menschenrechtsauffassung, erklärt ihren Parteiaustritt und zitiert Artikel 1 der Bundesverfassung:

FPÖ gratuliert und appelliert an Nachahmer
Die Freiheitliche Jugend Tirol gratulierte der bisherigen Osttiroler JVP-Obfrau und stellvertretenden Landesobfrau der Tiroler JVP zu ihrem mutigen Schritt. Landtagsabgeordneter Christofer Ranzmaier, der auch als Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Tirol:

Charakter und Courage sind zwei Dinge, die man nicht kaufen kann. Es sind aber zwei Dinge, die Christina Staffler als stellvertretende Landesobfrau der JVP und JVP-Bezirksobfrau von Osttirol mit ihrem medienwirksamen Austritt aus der ÖVP bewiesen hat. Sie hat die Zeichen der Zeit erkannt und mit ihren klaren Worten gegen die Diskriminierung Ungeimpfter vielen Menschen aus der Seele gesprochen.

Aufruf zu Demonstration morgen Sonntag

Gleichzeitig appellierte Ranzmaier an Staffler und andere, noch in der ÖVP verbliebene und couragierte Politiker, die Partei ebenso zu verlassen. Die FPÖ biete diesen gerne eine Heimat, wenn sie sich den freiheitlichen Idealen verpflichtet fühlen. Abschließend verwies er auf eine Demonstration am morgigen Sonntag, den 14. November, um 14.00 Uhr am Innsbrucker Landhausplatz, die sich gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung richtet.

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