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Der heimische Handel leidet unter dem zweiten “Lockdown”, auch wenn die Geschäfte offen haben.

8. November 2020 / 11:42 Uhr

Zweiter “Lockdown” bringt Handel große Umsatzeinbrüche

Der zweite „Lockdown“ hat nicht nur die heimische Gastronomie als ökonomisches Opfer. Der Handel kann seit dem 3. November zwar offenhalten, doch er verzeichnet über alle Branchen hinweg zum Teil dramatische Umsatzreinbrüche. Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der steiermärkischen Wirtschaftskammer und ÖVP-Wirtschaftsbündler, bringt es gegenüber dem ORF auf den Punkt:

Nur leider Gottes ist es so, dass die Gastro-Zulieferer Einbrüche bis zu 95 Prozent haben, das sind die ganzen Getränkehändler, Bäcker, Fleischhauer – alle, die in die Gastronomie hineinliefern, haben natürlich gar kein Geschäft.

Weniger Kunden in vielen Branchen

Laut Wohlmuth sei durch den zweiten „Lockdown“ die Partnerschaft zwischen Handel und Gastronomie weggebrochen. Durch geschlossene Gastronomielokale gebe es weniger Kundenfrequenz und es werde damit automatisch auch in den heimischen Handelsbetrieben weniger eingekauft. Betroffen sei vor allem der Bekleidungshandel, aber auch der Uhren-, Schmuck- und Sportartikelbereich. Die Gastronomie wurde vor der Totalschließung bereits durch die Überwachungsmaßnahmen der Kundenregistrierung mit Ende September schwer getroffen. 

Das Einkaufsverhalten habe sich komplett geändert. Nun hoffen alle auf weitere Ausgleichszahlungen durch den Bund und vor allem das Weihnachtsgeschäft. Sollten die Förderungen wieder nur sehr zäh oder gar nicht fließen und das Weihnachtsgeschäft durch fortwährende Beschränkungen ausfallen, dann sieht man im heimischen Handel „schwarz“.

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