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Für ein „Entgegenkommen“ wollte eine ORF-Chefredakteurin offenbar einen „Journalistenrabatt“ bei einem noblen Küchengerätehersteller, wie eine Mitarbeiterin nun öffentlich machte.

13. August 2020 / 22:59 Uhr

„Journalistenrabatt“: Intervenierte ORF-Chefredakteurin für günstige Marken-Küchengeräte?

Auf Twitter erhebt derzeit eine Mitarbeiterin der österreichischen Firma Gaggenau schwere Vorwürfe gegen eine ORF-Funktionärin und rückt damit einmal mehr die offensichtlichen Privilegien der gut dotierten Staats-Journalisten ins Rampenlicht. Konkret soll eine Chefredakteurin bei dem exquisiten Gerätehersteller einen „Journalistenrabatt“ erfragen haben lassen sowie ein „Entgegenkommen“ angeboten haben.

ORF-Chefredakteurin hätte gerne „Journalistenrabatt“

Wie die Mitarbeiterin über den Vorfall berichtet, soll die ORF-Chefredakteurin eine ihrer Untergebenen angewiesen haben, bei dem Küchengerätehersteller nachzufragen, ob man denn nicht einen „Journalistenrabatt“ bekommen würde, da besagte ORF-Dame gerne Gaggenau-Geräte in ihrer privaten Küche hätte.

„Ob man da was machen kann, sie würden uns dann entgegenkommen“, so die Mitarbeiterin weiter, die zwar keine Namen nennen möchte, aber derartige Missstände aufzeigen und nicht länger dulden will:

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Rabatte für Journalisten?

Prompt meldete sich ORF-Journalistensprecher Dieter Bornemann ebenfalls via Twitter zu Wort und meinte, dass dies „natürlich absolut unzulässig und ein Verstoß gegen den ORF-Verhaltenskodex und jedes journalistische Selbstverständnis“ sei.

ORF-Journalist Hanno Settele schenkte der Aussage der Mitarbeiterin wiederum wenig Glauben und verteidigte seine Kollegen. Ebenfalls auf Twitter schrieb er:

Ein grimmiger Vorwurf. Die Frage allein stellen wohl viele potentielle Kunden. Die Verbindung mit „Entgegenkommen“ ist aber völlig unmöglich. Wäre ich befugt, würde ich Ihren Tweet zum Anlass einer peinlich genauen Untersuchung machen: Was war da GENAU? Welcher „Deal“ geboten?

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