Der österreichische Immobilieninvestor Rene Benko und seine Signa-Gruppe kommen nicht aus den Schlagzeilen. Neben massiven ökonomischen Turbulenzen bei der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Gruppe gibt es auch in den USA Aufklärungsbedarf über Benkos Geschäfte. Der brasilianische Bergbaukonzern Vale macht Benkos Signa-Gruppe den Vorwurf, das Chrysler-Gebäude 2019 mit finanzieller Unterstützung des israelischen Investors Beny Steinmetz gekauft zu haben.
Dementi zu Geschäftsbeziehungen
Signa dementiert diesen Vorhalt und betont, dass die Geschäftsbeziehungen mit Steinmetz bereits 2015 beendet worden seien. In einer Stellungnahme an die Tageszeitung Der Standard lässt Signa ausrichten:
Die Geschäftsbeziehung zwischen SIGNA und der Unternehmensgruppe von Herrn Beny Steinmetz ist bereits seit Anfang 2015 beendet. Signa und ihr Partner RFR haben das Chrysler Building in New York erst im März 2019 erworben.
Bergbaukonzern Vale hinter Steinmetz her
Beim Vorhalt des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale geht es um den Ankauf des Chrysler-Gebäudes in New York, das seit März 2019 zur Hälfte der Signa gehört. Laut Medienberichten soll Benkos Signa gemeinsam mit US-Investoren 150 Millionen Euro für den Ankauf investiert haben. Hinter dem US-Partner Benkos, der RFR-Gruppe, steht der amerikanische Immobilien-Unternehmer Aby Rosen.
Die Brasilianer sind schon seit Jahren hinter den Immobiliengeschäften des schillernden israelischen Unternehmers Steinmetz her. Der soll den Brasilianern immerhin zwei Milliarden Euro an Schadenersatz schulden, zu denen er 2019 von einem britischen Gericht nach jahrelangem Rechtsstreit verpflichtet worden war.
Eisenerz-Mine in Westafrika ist Streitobjekt mit Steinmetz
Der Grund des jahrelangen Rechtsstreits zwischen den Brasilianern und Steinmetz ist eine Eisenerz-Mine in Westafrika. Der Bergbaukonzern Vale hatte gemeinsam mit der Steinmetz-Gruppe in Simandou in Guinea nach Eisenerz geschürft. Die 2008 von Guinea erworbenen Schürfrechte gab Steinmetz teilweise an Vale weiter.
Im Jahr 2014 verlor das Vale-Steinmetz-Konsortium die Schürfrechte wieder, da Guinea Steinmetz vorgeworfen hatte, mittels Bestechung an die Rechte gekommen zu sein. Dadurch fühlt sich Vale von Steinmetz betrogen. Sowohl Steinmetz, als auch Benko und seine Aktivitäten stehen seit Jahren unter Beobachtung.