Kapstadt

In den Armenvierteln am Kap der guten Hoffnung kippt die Stimmung in der Bevölkerung wegen der rigiden Seuchenschutz-Maßnahmen.

20. Mai 2020 / 12:27 Uhr

Südafrikaner wüten gegen Seuchenschutz-Maßnahmen der Regierung

In Südafrika ist die Stimmung wegen der durch die Regierung erlassenen Seuchenschutz-Maßnahmen am Siedepunkt. Bereits vor der Coronavirus-Krise hatten mehr als ein Drittel der Bürger keinen Arbeitsplatz. Durch restriktive Maßnahmen gegen Gastronomie und Handel inklusive nächtlicher Ausgangssperre liegt die ohnehin marode Wirtschaft noch mehr am Boden. Immer mehr Experten aus dem Gesundheits- und Wirtschaftswesen sind sich einig, dass eine Verlängerung des sogenannten „Lockdown“ massive soziale Folgen für den ohnehin „kranken Staat“ am Kap der guten Hoffnung haben wird.

Sollten die Einschränkungen noch länger andauern, würde es zu Hungersnöten und in weiterer Folge auch schweren Gesundheitsfolgen im gesamten Land jenseits der Coronavirus-Infektionen kommen.

16.000 offiziell Infizierte


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Aktuell sind 16.000 Covid-19-Infizierte im gesamten Land registriert. Die Infektionsketten konzentrieren sich vor allem auf die städtischen Metropolen. Die Maßnahmen der durch den marxistischen African National Congress (ANC) gestellten Regierung sind für viele Bürger, die in Regionen leben, die nicht betroffen sind, massiv überzogen. Dazu kommt das martialische Aufgebot von nicht weniger als 70.000 schwerbewaffneten Soldaten, die allabendlich um 20.00 Uhr die nächtliche Ausgangssperre durchsetzen.

Oppositionelle Kräfte in Südafrika, die sich bereits wegen der sonstigen politischen und gesellschaftlichen Defizite immer stärker organisieren, rufen nun zum Protest gegen das ANC-Regime unter Staatspräsident Cyril Ramaphosa auf.


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