Abschaffung der Wehrpflicht, Verkauf und Ausmusterung der Hälfte der Kampffahrzeuge, Kürzungen beim Budget, Abbau des Personals - und dann will Verteidigungsminister Darabos noch Österreicher auf eine riskante UN-Mission ins Niemandsland zwischen Hisbollah-Miliz und israelischer Armee im Südlibanon schicken.
So stellte Verteidigungsminister Darabos gegenüber UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York in Aussicht, ab 2012 die 11.500-Mann-Blauhelmtruppe der Mission UNIFIL mit einer Kompanie Österreicher – rund 100 Soldaten also - zu verstärken. Doch während vor drei Jahren bei der Entsendung des Bundesheeres in den Tschad helle Aufregung herrschte, rührte sich diesmal wenig. Einzig die FPÖ brachte eine parlamentarische Anfrage an den Verteidigungsminister im Parlament ein, die unter anderem ergründen will, welche Kosten für den Einsatz auflaufen und welches Material dafür verwendet werden soll.