Mediensterben schafft Platz für neue Meinungsvielfalt

15. März 2013 - 2:00

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Martin Graf

Weltweit sind klassische Medien in der Krise. In den USA zog sich das renommierte Magazin Newsweek vom Print-Markt zurück und ist nur noch online verfügbar. In Deutschland schlitterte die linksextreme Frankfurter Rundschau in die Pleite und wird nun von der konservativen FAZ übernommen. In Österreich ist der Personalabbau in fast allen Zeitungsverlagen ein Gebot der Stunde. Händeringend werden „Synergien“ gesucht – zwischen verschiedenen Blättern eines Verlags oder zwischen Print- und Online-Redaktionen.

Zwangsbeiträge finanzieren Kampf gegen Grundrechte

9. Februar 2013 - 9:15

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Martin Graf

Es ist nicht weiter bemerkenswert, wenn 3000 Menschen gegen den Wiener Akademikerball auf die Straße gehen. Angesichts der einhelligen Empörung praktisch aller linker Organisationen bis hinein ins bürgerliche Lager ist es sogar ein Armutszeugnis, dass es nicht mehr waren. Immerhin konnte man für die Zugfahrkarte von der Österreichischen Hochschülerschaft bis zu 50 Euro lukrieren. Ein mit Zwangsbeiträgen finanzierter Erlebnistrip also, während die Leistungsträger in der Hofburg 75 Euro pro Eintrittskarte ablegten, von den Kosten für die Abendgarderobe und die Konsumation gar nicht zu reden.

Teure Massenpanik der europäischen Regierungspolitiker

18. Oktober 2012 - 12:00

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Martin Graf

Als sich Finanzministerin Fekter Anfang dieser Woche auf ihre Budgetrede vorbereitete, holte sie die Vergangenheit ein. Seit Österreich mit Milliarden seine maroden Banken rettete, ist das Geld chronisch knapp. Fekter und ihr Vorgänger Josef Pröll hielten sich an den Geldbörsen der Bürger schadlos und stopften Löcher, die – wie sich immer deutlicher zeigt – fahrlässig, wenn nicht völlig unnötig gerissen wurden.

Kommentar von Martin Graf

Wehrpflicht sichert Österreichs Neutralität

9. September 2012 - 6:00

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Martin Graf

Die Stärke der aktuellen Diskussion über die Zukunft des Bundesheeres lässt ermessen, dass wieder Wahlen im Anflug sind. Im Oktober 2010 war die Forderung nach Abschaffung der Wehrpflicht kurz vor den Wiener Landtagswahlen noch ein letzter verzweifelter Versuch von Bürgermeister Häupl, die drohenden Verluste zu begrenzen. Wenn Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll jetzt – rund ein halbes Jahr vor dem regulären Termin der Landtagswahlen in seinem Bundesland – dieses Thema wieder aufs Tapet bringt, steckt dahinter wohl mehr Planung und Weitsicht, aber ein ebenso perfides Kalkül.

Tag der Pressefreiheit: Neue Medien braucht das Land!

3. Mai 2012 - 12:04

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Martin Graf

Die UNESCO begeht heute den internationalen Tag der Pressefreiheit. Alljährlich ist er Anlass dafür, auf Gefahren und Bedrohungen hinzuweisen, denen Journalisten in aller Welt ausgesetzt sind. Noch immer gibt es viel zu viele Staaten, die Zensur üben und diese auch mit Gewalt durchsetzen. Dass dem organisierten Verbrechen das Grundrecht der Journalisten nichts wert ist, versteht sich von selbst. Immer wieder werden jedoch auch die Entwicklungen beim Namen genannt, die sich negativ auf die Pressefreiheit in den westlichen Demokratien auswirken. Leider gewinnt man auch den Eindruck, dass kaum jemand ernsthaft die Kraft aufbringen will, sich dem entgegen zu stellen – weder die Politik noch die Medien selbst.

Wahljahr 2012?

27. Dezember 2011 - 23:44

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Martin Graf

Martin Graf

Zwei Jahre stehen dieser Bundesregierung noch bevor, wenn die Legislaturperiode –erstmals fünf Jahre – voll ausgeschöpft wird. Doch es sieht aktuell gar nicht danach aus, als würden SPÖ und ÖVP die von ihnen im Jahr 2007 beschlossene Wahlrechtsreform in diesem Punkt auch exekutieren. Die Zeitungen sind vor dem Jahreswechsel voll mit Neuwahlspekulationen, als wahrscheinlicher Termin wird der Herbst 2012 genannt. Damit wären wir genau bei den guten alten vier Jahren. Wir Freiheitlichen sind darauf vorbereitet, Wahlen sind ohnehin die effektivste Kontrolle der herrschenden Politik. Je länger man die Bürger darauf warten lässt, umso länger müssen sie auch mit Fehlentwicklungen leben. Das gilt ganz generell, aber in besonderem Maße für die aktuelle Regierung.

Faymanns Facebook-Flop

3. Dezember 2011 - 12:02

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Martin Graf

Die Facebook-Pleite des Bundeskanzlers hält die Medien in Atem und sorgt für Kritik von ungewohnter Seite. Nachdem bekannt geworden war, dass einige der freundlich gesinnten Kommentatoren in Wahrheit künstliche Profile mit gekauften Fotos waren, legte die sonst recht kanzlertreue Gratiszeitung Heute nach und enthüllte, dass auch viele Leserbriefschreiber nicht echt sind und deren Fanpost für den Regierungschef von Computern der SPÖ abgeschickt wird. Der Kurier will fast 400 solcher Propaganda-Mails bekommen haben. Schließlich formulierte sogar die Chefredakteurin des linksliberalen Standard den Liebesentzug gegenüber Faymann in deutlichen Worten und wies darauf hin, dass sich Faymann mit seinen Irrungen durch die sozialen Netze bereits über die Grenzen Österreichs hinaus zum Gespött gemacht habe. Dass Heute-Chefredakteur Ainetter nach nur zehn Monaten den Dienst quittierte, passt ins Bild des verbissenen Versuchs der roten Regierungshälfte, mit massivem Inseratenaufkommen die Linie der Berichterstattung positiv zu beeinflussen – ein Versuch, der selbst bei den am üppigsten gesponserten Blättern bisweilen scheitert.

Schuldenbremse kommt zu spät

17. November 2011 - 14:00

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Martin Graf

Plötzlich hat es die Regierung recht eilig gehabt. Im Ministerrat am Dienstag wurde eine Schuldenbremse beschlossen, die das Budget ab dem Jahr 2016 unter Kontrolle halten soll. Bis dahin ist erst einmal exzessives Schuldenmachen angesagt. Auf rund 300 Milliarden Euro werden die Verbindlichkeiten des öffentlichen Haushalts in den nächsten vier Jahren ansteigen.

Widerstand gegen das Terrorgesetz

15. Oktober 2011 - 10:22

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Martin Graf

Es war ein großer Erfolg, dass die Verhandlungen über das Terrorgesetz vor rund einem Jahr unterbrochen wurden und man sich einsichtig zeigte, die Verschärfung des Verhetzungs-Paragraphen noch einmal zu überdenken. Was damals geplant war, stand im krassen Gegensatz zum Grundrecht auf freie Meinungsäußerung. Mit diesen Befürchtungen standen wie Freiheitlichen nicht allein. Fast alle Organisationen äußerten sich im Begutachtungsprozess negativ. Doch die nun vorgelegten Korrekturen sind nur oberflächlich.

Euro-Rettung: Druck auf Europa wächst

1. Oktober 2011 - 9:43

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Martin Graf

Ungeachtet der erwartungsgemäßen Zustimmung von Deutschland und Österreich zur EFSF-Erweiterung gerät die sogenannte Euro-Rettung immer mehr ins Stocken. Es sind – neben dem geplanten Anschlag auf die demokratischen Institutionen – die enormen Summen, die für wachsenden Unmut sorgen.

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