Wiener SPÖ-Sozialstadtrat verzapft Unsinn, Fellner-Blatt verbreitet das auch noch | Unzensuriert.at

Wiener SPÖ-Sozialstadtrat verzapft Unsinn, Fellner-Blatt verbreitet das auch noch

Unfassbar: SPÖ-Hacker und "oe24" attackieren Kickl, obwohl er zur fraglichen Zeit noch lange nicht innenminister war. Foto: screenshot_oe24
Unfassbar: SPÖ-Hacker und "oe24" attackieren Kickl, obwohl er zur fraglichen Zeit noch lange nicht innenminister war.
Foto: screenshot_oe24
8. März 2019 - 22:43

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Man muss es einfach in dieser Deutlichkeit sagen: Der Wiener SPÖ-Sozialstadtrat Peter Hacker spricht völligen Unsinn, und die Zeitung von Wolfgang Fellner, oe24, schreibt das auch noch. Als Zeitungsleser ist der Österreicher ja schon einiges gewöhnt, aber dieser Artikel über den mutmaßlichen IS-Kämpfer hat mit Pressefreiheit nichts zu tun, vielmehr mit der Unfähigkeit des Verfassers, der diesen Bericht verzapft hat.

Fellner-Blatt übernimmt APA-Meldung ohne Recherche

Der Unsinn ist sofort klar, doch das Fellner-Blatt zitiert trotzdem aus der APA:

Nach Ansicht Hackers hätte Wien schon weit früher in Kenntnis gesetzt werden müssen. "Es ist unfassbar, dass offensichtlich die Staatsanwaltschaft, das Innenministerium und die Geheimdienste an diesem Fall dran sind, aber nichts unternommen haben und wir null Information darüber bekommen haben. Es wird Zeit, dass der Innenminister endlich seine Arbeit aufnimmt", so der Stadtrat gegenüber der APA.

Stadt Wien zahlte 12.400 Euro Sozialhilfe an Dschihadisten

Hacker greift demnach in einem politischen Blutrausch Innenminister Herbert Kickl von der FPÖ an, ohne ihn namentlich zu nennen. „Es wird Zeit“, so der SPÖ-Mann, „dass der Innenminister endlich seine Arbeit aufnimmt“. Blöd nur, dass im gleichen Artikel von oe24 von den Jahren 2014 und 2015 die Rede ist, in denen dieser IS-Kämpfer 12.400 Euro Sozialhilfe von der Stadt Wien kassierte. Und in dieser Zeit, lieber Herr Hacker, war Herbert Kickl noch lange nicht Innenminister.

Oe24-Schreiber weiß nicht, wann Kickl Innenminister wurde

Kickl übernahm dieses Amt erst Ende 2017. Das müsste ein SPÖ-Sozialstadtrat eigentlich wissen. Aber wer Hacker kennt, weiß, dass er gerne Unsinn verbreitet. Allerdings sollte ein Innenpolitik-Journalist diesem Unsinn nicht auf den Leim gehen und Bescheid wissen, wer in diesen Jahren Innenminister unter einem SPÖ-Bundeskanzler war.

Totales Versagen der rot-grünen Stadtregierung

Dass Hacker jetzt wild herumschlägt, weil herausgekommen ist, dass der angebliche Dschihadist während seines Heimaturlaubes ausgerechnet von der rot-grünen Stadt Wien 12.400 Euro Sozialhilfe kassierte, ist ja noch verständlich. Denn die Kronen Zeitung hat ein schreckliches Versagen der Stadt Wien aufgedeckt:

Allein wegen der Stempel im Reisepass des Terrorverdächtigen hätte 2014 in der Sozialservicestelle der Stadt Wien die Polizei informiert werden müssen.

Das will der nun unter Druck geratene Hacker von der Schuld der SPÖ wegwischen. Mit unlauteren Angriffen auf Herbert Kickl, der erst viel später als zu genannten Zeit Innenminister wurde.

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