Die eigenmächtige Räumung einer Relay-Filiale am Pariser Bahnhof Montparnasse hat für große Furore in Frankreich gesorgt. Rund 30 Personen hatten eigenhändig Regale ausgeräumt und Druckerzeugnisse in Umzugskartons verpackt, um gegen den Verkauf konservativer und rechter Inhalte zu demonstrieren. Kritiker sehen in diesem Vorgehen einen direkten Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit. Das Recht, Veröffentlichungen im Rahmen der Gesetze frei zum Verkauf anzubieten, werde durch solche Eingriffe gezielt untergraben.
Zensurvorwürfe und Missachtung demokratischer Spielregeln
Während die Verantwortlichen ihr Handeln als Einsatz für Neutralität im öffentlichen Raum inszenieren, sprechen Passanten und politische Beobachter von einer undemokratischen Aktion. Indem Einzelne darüber entscheiden wollen, welche Zeitschriften und Bücher im Handel erhältlich sein dürfen, schränken sie den Zugang zu konservativen und abweichenden Positionen ein. Ein solches Vorgehen unterscheidet sich maßgeblich von gewaltfreiem Protest, da hierbei Gesetze gebrochen und das Eigentum Dritter beeinträchtigt werden. Die Handelnden ließen verlautbaren:
Wir fordern Unparteilichkeit und Neutralität im öffentlichen Raum, denn Bahnhöfe gehören allen.
Die Argumentation der Beteiligten stieß vor Ort auf deutliche Ablehnung. Weder Kunden noch das Verkaufspersonal zeigten Verständnis für das eigenmächtige Ausräumen der Regale.
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