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Die geplante Neugestaltung des Aumannplatzes in Wien-Währing stößt auf massiven Bürgerwiderstand – doch SPÖ und Grüne interessiert das nicht.

Die geplante Neugestaltung des Aumannplatzes in Wien-Währing stößt auf massiven Bürgerwiderstand – doch SPÖ und Grüne interessiert das nicht.

Aumannplatz-Umbau: Mitsprache und Alternativen unerwünscht

Der geplante Umbau des Aumannplatzes in Wien-Währing bewegt die Gemüter.

Ein voller Saal und viel Unmut

Das zeigte sich eindrucksvoll bei der Bürgerversammlung gestern, Donnerstag: Mehrere hundert Menschen füllten den Versammlungsort – eine Seltenheit im 18. Bezirk.

Die Stimmung war angespannt, die Diskussionen emotional. Gerade im Währinger Bildungsbürgertum ist der Widerstand gegen die geplante Umgestaltung groß. Rund 90 Prozent der Anwesenden standen dem Vorhaben kritisch gegenüber.

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Auflösung des bisherigen Kreisverkehrs

Im Zentrum der Kritik steht die geplante Auflösung des bisherigen Kreisverkehrs. Die stadteinwärts führende Fahrspur der Währinger Straße soll einer Fußgängerzone weichen, der Autoverkehr künftig nur mehr über die Gentzgasse geführt werden.

Das bedeutet: mehr Verkehr, längere Umwege und zusätzliche Belastungen für die umliegenden Straßen.

Niemand wollte zunächst auf die Bühne

Schon der Beginn der Veranstaltung hinterließ einen befremdlichen Eindruck. Weder Vertreter der Bezirksvertretung noch der zuständigen Behörden oder der Gebietsbetreuung betraten zunächst die Bühne, um die Anwesenden zu begrüßen oder das Gespräch zu eröffnen. Auch eine erkennbare technische Vorbereitung für Wortmeldungen aus dem Publikum fehlte. Mikrofone waren keine da, offenbar nicht vorgesehen.

Der Eindruck im Saal: Die Verantwortlichen wollten gar nicht wirklich mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

Bürger fordern Stellungnahmen

Schließlich nahm ein Besucher die Sache selbst in die Hand. Er ging auf die Bühne und forderte die anwesenden Politiker auf, Stellung zu beziehen und mit den Bürgern zu reden. Auch ohne Mikrofon, ohne vorbereiteten Ablauf und unter den Augen eines zunehmend ungeduldigen Publikums.

Auch Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) ließ sich zunächst nicht auf die Bühne bitten. Erst nachdem aus dem Publikum wiederholt ihre Stellungnahme eingefordert wurde, kam sie schließlich nach vorne und erläuterte, wie das Projekt zustande kam.

Bürger wollten Alternativen – aber welche gibt es?

Ein zentraler Kritikpunkt der Besucher war, dass sie nicht nur die bereits feststehenden Umbaupläne präsentiert bekommen wollten. Sie wollten wissen, welche Alternativen geprüft worden seien und warum andere Lösungen verworfen wurden.

Der FPÖ-Vertreter Lothar Planner brachte dabei einen wesentlichen Punkt zur Sprache: Die zuständige Magistratsabteilung sei nicht einmal damit beauftragt worden, eine alternative Planung auszuarbeiten.

Wer spricht eigentlich für die Bevölkerung?

Auch der Beteiligungsprozess der vergangenen Jahre wurde kritisch hinterfragt. Die Bezirksvorstehung verweist auf einen umfangreichen Bürgerbeteiligungsprozess und zahlreiche eingebrachte Ideen. Kritiker halten dem entgegen, dass bei solchen Beteiligungsformaten häufig nur ein relativ kleiner, besonders interessierter Teil der Bevölkerung mitwirke.

Anders bei den üblichen Bürgerbeteiligungsverfahren: Anfang Oktober 2026 gab es im Rahmen einer Petition lediglich 84 Unterschriften für die geplante Fußgängerzone, aber knapp 4.000 Unterschriften für den Erhalt der stadteinwärts führenden Fahrspur. Diese Meinungsäußerungen werden von den roten und grünen Politikern ignoriert.

Bürgerproteste ausgebremst

Für zusätzlichen Unmut sorgen die Kosten. Mit rund 3,2 Millionen Euro soll die Neugestaltung zu Buche schlagen, 1,2 Millionen Euro aus dem Bezirksbudget. Damit würde das Projekt auch die finanziellen Spielräume des Bezirks in den kommenden Jahren einschränken.

Der Gesamteindruck der Bürgerversammlung fiel bei vielen Besuchern ernüchternd aus. Statt eines offenen Austauschs über unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten zementierten SPÖ und Grüne ihr ausgearbeitetes Projekt.

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