Norbert Nemeth ist völlig überraschend im Alter von nur 57 Jahren verstorben. Der langjährige Klubdirektor der FPÖ und stellvertretende Klubobmann hinterlässt eine große Lücke im Parlament und in seiner Partei. Obmann Herbert Kickl nahm auf Facebook Abschied von seinem Weggefährten: „Es ist so unfassbar traurig und schmerzt so sehr.“
Zwei Jahrzehnte im Parlamentsklub
Nemeth wurde 1969 in Wien geboren und studierte Rechtswissenschaften. Nach Stationen im Büro des niederösterreichischen FPÖ-Landesrats Ewald Stadler und in der Volksanwaltschaft kam er 2006 als Klubdirektor ins Parlament. Bei der Nationalratswahl 2024 zog er selbst für die FPÖ in den Nationalrat ein. Dort war er unter anderem Mitglied des Geschäftsordnungs-, Immunitäts- und Hauptausschusses.
In seinem Facebook-Beitrag schrieb Kickl, die Nachricht treffe ihn persönlich und die gesamte FPÖ-Familie „mit voller Wucht“. Nemeth sei seit dem Wiedereinzug in den Nationalrat 2006 einer seiner „engsten politischen Wegbegleiter“ gewesen. Als Klubdirektor habe er die Parlamentsfraktion über Jahrzehnte entscheidend geprägt.
Dankbarkeit für jahrzehntelange Arbeit
Kickl hob auch Nemeths Rolle in schwierigen Zeiten hervor: „Norbert hat einen ganz großen Anteil daran, dass wir in stürmischen Zeiten nicht untergegangen sind und dass wir im siebzigsten Jahr der Parteigeschichte unsere bislang größten Erfolge gefeiert haben.“ Er fügte hinzu: „Ich schulde ihm persönlich große Dankbarkeit für seine Treue, seinen Beistand und seinen ebenso weisen wie mutigen Rat bei vielen schwierigen Entscheidungen.“
„Werden dein Andenken stets ehrend bewahren“
Neben seiner politischen Arbeit würdigte Kickl auch Nemeths Persönlichkeit. Er sei „geistreich, reflektiert, tiefgründig, pflichtbewusst, zugleich humorvoll und charmant“ gewesen. Zum Schluss wandte er sich direkt an seinen verstorbenen Freund:
Lieber Norbert! Du wirst unserer freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft und mir persönlich mehr als nur fehlen. Wir werden Dein Andenken stets ehrend bewahren. Ruhe in Frieden!
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