Die Neos können ihre Schadenfreude über die Wahlniederlage der Republikaner in den USA kaum verbergen. Generalsekretär Douglas Hoyos höhnt in Richtung FPÖ: „Kickls Freunde verlieren eine Wahl nach der anderen“ – ob in Ungarn, Serbien oder jetzt über dem Atlantik. Dabei sieht es für die Pinken selbst alles andere als rosig aus.
Neos zeigen auf Washington, blenden Wien aus
„Die Vorbilder und Verbündeten der FPÖ werden reihenweise abgewählt, weil die Menschen genug von den falschen Versprechen, den Fake News, der Spaltung und der Putin-Freundschaft haben“, so Hoyos. Während sich die Amerikaner von Donald Trump abwendeten, blieben die „Trump-Superfans“ der FPÖ ihrem Freund Donald weiter treu.
Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses errungen und den Republikanern in traditionellen Hochburgen empfindliche Niederlagen beigebracht. Hoyos nutzt das, um die FPÖ als Parteigänger Trumps und Putins zu zeichnen.
Die Ampel bleibt im Keller
Während Hoyos die Abwahl anderer genießt, steht die eigene Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos in den jüngsten Lazarsfeld-Umfragen für oe24 selbst klar abgeschlagen. Die FPÖ kommt auf 37 Prozent, die ÖVP auf 21, die SPÖ auf 15 und die Neos selbst nur auf sechs Prozent. Zusammen erreichen die drei Regierungsparteien keine Mehrheit im Nationalrat. Gleichzeitig bewerten laut derselben Erhebung mehr als die Hälfte der Befragten die Arbeit der Regierung negativ, gerade einmal fünf Prozent geben ihr die Note „sehr gut“. Die Freude über fremde Niederlagen fällt umso mehr auf, je deutlicher die eigenen Zahlen die Unzufriedenheit der Österreicher mit der Ampel widerspiegeln.
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