Die Republikaner verlieren bei den Zwischenwahlen die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat. AfD-Chefin Alice Weidel sieht den entscheidenden Grund in der Außenpolitik Donald Trumps – genauer gesagt in einem gebrochenen zentralen Wahlversprechen.
Gebrochenes Versprechen schlägt zurück
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte Weidel, Trump sei mit dem Versprechen angetreten, „keine interventionistische Außenpolitik“ zu betreiben. Stattdessen habe er die USA in einen Krieg verwickelt. „Dieses gebrochene Versprechen ist den Republikanern nun auf die Füße gefallen.“ Das Ausmaß der Niederlage gehe über das übliche Maß hinaus und sei „vor allem mit den verheerenden Folgen des Irankrieges zu erklären“. Auch Trump selbst räumte ein, dass der Iran-Konflikt zu den Verlusten seiner Partei beigetragen habe.
Deutsche Interessen im Vordergrund
Im Interesse Deutschlands und Europas müssten der Krieg gegen den Iran und der Krieg in der Ukraine möglichst schnell beendet werden, forderte die AfD-Vorsitzende klar. Markus Frohnmaier, außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, wertete den Mehrheitsverlust der Republikaner als Rückschlag für „unsere politischen Partner“. Gleichwohl bleibe Donald Trump als Präsident die wesentliche Autorität über die außenpolitische Linie seines Landes. Sowohl AfD als auch Republikaner verfolgten das Ziel, „den Westen als Gemeinschaft souveräner Nationen zu erneuern, nationale und kulturelle Identität zu bewahren und die linke ideologische Deutungshoheit zurückzudrängen“.
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