Das SPÖ-Chaos geht also weiter. Darüber sind sich praktisch alle Medien in Österreich einig. Denn der Kompromiss gestern, Sonntag, dass sich Andreas Babler nächstes Jahr als Vizekanzler zurückzieht und stattdessen Finanzminister Markus Marterbauer Stellvertreter von ÖVP-Kanzler Christian Stocker wird, werten Politik-Beobachter nicht als Neustart.
Republik drohen Chaos und Stillstand
Im Gegenteil: Die SPÖ versinke im Chaos, ist der allgemeine Tenor. Schon die Aufmachertitel der Zeitungen haben es in sich: „Baba, Babler!“ (Oe24), „Zerrissene SPÖ: Republik drohen Chaos, Stillstand“ (Kronen Zeitung) oder „Bablers Beharrlichkeit sorgt für verworfene Zustände in der SPÖ“ (Kurier).
Ablaufdatum der Bundesregierung rückt näher
Dass das Ergebnis aus dem großen SPÖ-Showdown derart desaströs ausfallen würde, das hätte wohl kaum einer gedacht, schrieb Krone-Chefredakteur Klaus Herrmann in seinem Kommentar. Man dürfe vermuten, dass mit diesem Prozedere die längst im freien Fall abstürzende SPÖ ihrem eigenen Ablaufdatum noch deutlich näher gerückt wird. Vor allem aber näher rücke das Ablaufdatum der Bundesregierung. Denn wie solle ÖVP-Kanzler Stocker den von ihm ausgerufenen „Herbst der Ergebnisse“ mit einer gelähmten SPÖ erfüllen?
„Verlierer-Ampel muss zusammenpacken“
Konsequenz: Neuwahlen! Das fordert jetzt lautstark FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz, der unmissverständlich feststellt: „Die Verlierer-Ampel muss sofort zusammenpacken!“ Die Roten würden von einer parteiinternen Streiterei in die nächste taumeln und blockierten damit die Handlungsfähigkeit der gesamten Republik.
Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:
Kommentare erscheinen zu Kanalbeiträgen mit freigeschalteter Diskussion (ohne Bot-Button unter dem Post).
Telegram-Diskussion — nicht automatisch geladen.