Ein Ausflug ins Museum oder Theater sollte für Schüler nicht am Buspreis scheitern. Doch ein FPÖ-Antrag für ein Fördermodell wurde gestern, Montag, im Nationalrat zurück in den Kulturausschuss verwiesen. Kultursprecher Wendelin Mölzer kritisiert, dass die Regierung nicht ins Tun komme.
Fördermodell für Schulausflüge
Der Antrag fordert Bund und Länder auf, gemeinsam ein Fördermodell für Museums-, Opern- und Schauspielhausbesuche von Schulen zu entwickeln. Eingebracht wurde er bereits im September 2025. Am Montag, dem 28. September 2026, stimmten ÖVP, SPÖ und Neos für die Rückverweisung an den Kulturausschuss. FPÖ und Grüne stimmten dagegen.
Land-Schulen besonders betroffen
Mölzer verweist auf die Lage vieler Schulen außerhalb der Städte: Kultureinrichtungen seien oft schwer erreichbar, während steigende Transportkosten Ausflüge zusätzlich erschwerten. „Die Wienbrille muss man hier absetzen“, so der freiheitliche Kultursprecher. Gerade im ländlichen Raum sei es für Schulen, Lehrer, Eltern und Kinder schwierig, gute Kultureinrichtungen zu erreichen.
„Warum das nicht geht, ist mir völlig schleierhaft“
Mölzer kritisierte, dass der Antrag nach mehr als einem Jahr weiter im Ausschuss liegt. „Es geht ja nicht darum, dass wir hier einen komplizierten Initiativantrag beschließen, sondern eine simple Entschließung, wo man mal die Regierung auffordert, etwas zu entwickeln, etwas zu prüfen, etwas zu machen“, sagte er. Auch bei der Finanzierung sieht der FPÖ-Mandatar eine Möglichkeit: Statt Geld für das von den Neos geplante Schulfach „Informatik und Künstliche Intelligenz“ auszugeben, solle die Regierung stärker in kulturelle Bildung investieren: „Es ist mir wirklich schleierhaft, warum sie nicht ins Tun kommen wollen, sondern immer alles vor sich herschieben.“
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