Auch heuer wollten mehr Zuschauer das ORF-Sommergespräch mit FPÖ-Obmann Herbert Kickl sehen als jene mit den anderen Parteichefs.

8. September 2026 / 14:23 Uhr

Quoten-Hammer im ORF: Kickl lässt alle anderen Parteichefs weit hinter sich

Herbert Kickl hat den ORF-Quotenvergleich klar für sich entschieden. Das Gespräch des FPÖ-Chefs mit Simone Stribl sahen am gestrigen Montagabend durchschnittlich 786.000 Zuschauer – bei einem Marktanteil von 34 Prozent.

Damit lag Kickl deutlich vor allen anderen Parteichefs. Der Abstand zum Zweitplatzierten, ÖVP-Kanzler Christian Stocker, beträgt stolze 255.000 Zuschauer.

Kickl außer Konkurrenz

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Stocker kam bei seinem Gespräch am 31. August auf durchschnittlich 531.000 Zuschauer und 23 Prozent Marktanteil. SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler erreichte 517.000 Zuschauer bei 21 Prozent, Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger 501.000 bei 20 Prozent. Das Gespräch mit Grünen-Chefin Leonore Gewessler verfolgten durchschnittlich 482.000 Menschen bei 22 Prozent Marktanteil.

Ausgerechnet der Auftritt des FPÖ-Chefs, der in den vergangenen Wochen besonders stark im Zentrum politischer und medialer Auseinandersetzungen stand, zog damit das größte Publikum an. Das ist nicht bloß ein knapper Sieg nach Punkten: Zwischen Kickl und Stocker liegen mehr als eine Viertelmillion Zuschauer.

Im Schnitt fast 800.000 vor den Bildschirmen

Auch die Spitzenreichweite unterstreicht das Interesse. Bis zu 860.000 Menschen verfolgten das Gespräch am Montagabend. Die anschließende “ZIB 2” kam sogar auf bis zu 807.000 Zuschauer.

Damit konnte Kickl seine Position an der Spitze des diesjährigen Sommergespräch-Rankings eindrucksvoll behaupten. Schon im Vorjahr war sein Auftritt der meistgesehene der Reihe. Damals verfolgten laut ORF durchschnittlich 706.000 Menschen das Gespräch, heuer waren es vorläufig gewichtet 786.000.

2,7 Millionen sahen die Sommergespräche

Insgesamt erreichten die fünf diesjährigen Sommergespräche 2,721 Millionen Österreicher im weitesten Seherkreis. Durchschnittlich 550.000 Zuschauer verfolgten eine Ausgabe, der Marktanteil lag bei 24 Prozent.

Der ORF hatte die Gesprächsreihe heuer vom zehnten August bis zum siebenten September angesetzt. Den Auftakt machte Gewessler, danach folgten Meinl-Reisinger, Babler und Stocker. Zum Abschluss saß FPÖ-Chef Kickl bei Simone Stribl auf der Terrasse des ORF-Mediencampus am Küniglberg.

Hafenecker attackiert Themenauswahl

Während die Zuschauerzahlen für Kickl einen klaren Erfolg darstellen, sorgte das Gespräch politisch zugleich für heftige Reaktionen. FPÖ-Mediensprecher und Generalsekretär Christian Hafenecker griff am Dienstag die Themenauswahl des ORF scharf an. Er warf dem Sender vor, sich zu stark mit der Debatte über die Identitären und Aussagen von AfD-Politikern beschäftigt zu haben.

„Der ORF hat gestern beim Sommergespräch mit Herbert Kickl die große Chance verpasst, mit dem Obmann der stimmenstärksten Partei über jene Themen zu sprechen, die wirklich von Bedeutung sind“, erklärte Hafenecker. Besonders stieß ihm auf, dass andere Parteichefs häufiger zur FPÖ befragt wurden, während Kickl bei Themen rund um die ÖVP ausgebremst wurden.

Kickl bleibt Quotenkaiser

Das Ergebnis reiht sich damit in ein bekanntes Muster der ORF-„Sommergespräche“ ein: Wenn Herbert Kickl auftritt, steigt das Publikumsinteresse deutlich an. Schon 2025 lag sein Gespräch, wie berichtet, an der Spitze der damaligen Reihe. Heuer fällt der Vorsprung noch deutlicher aus.

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