Die Agenda Austria hat sich die Strompreise in Österreich einmal genauer angeschaut und kam zum Schluss: Wir bezahlen viel zu viel für den Strom, weil es politisch so gewollt ist.Â
Strom macht nur noch Hälfte der Rechnung aus
Warum der Strom in Österreich so teuer ist, obwohl Sonne und Wind, Flüsse und Bäche (über die erneuerbare Energie produziert wird) keine Rechnung schicken, hat mit der Zusammensetzung des Strompreises zu tun. In Österreich sind das im Wesentlichen vier Teile: Der eigentliche Strom mache laut Agenda Austria inzwischen weniger als die Hälfe der Stromrechnung aus. Etwa ein Drittel sind Netzentgelte, dann kommen noch Steuern und Abgaben und die Erneuerbaren-Förderung dazu.
Wettbewerb stärken, Steuern senken
Nach Meinung der Agenda Austria ließe sich in allen vier Segmenten etwas machen. Das größte Potenzial läge bei den Netzentgelten, dort würden schon kleine Anpassungen bei der Netzfinanzierung helfen. Beim Strom selbst gelte es vor allem, den Wettbewerb zu stärken beziehungsweise Steuern zu senken.
Dubiose wechselseitige Beteiligungsstrukturen
In Österreich gäbe es gar keinen Strommarkt, stattdessen würden sich nur ein paar wenige Versorgungsunternehmen, die allesamt in staatlicher Hand wären und sich durch höchst dubiose wechselseitige Beteiligungsstrukturen auszeichnen würden, in ein Netz einspeisen, das ebenfalls von wenigen Unternehmen betrieben werde, die sogar noch stärker staatlich und nicht weniger dubios miteinander verwoben seien.
