Neu veröffentlichte Textnachrichten des früheren US-Immunologen Anthony Fauci sorgen für Aufregung: Demnach sprach Fauci im Jänner 2021 intern über die theoretische Möglichkeit, dass starkes Fieber und heftige Immunreaktionen nach einer zweiten Covid-19-Impfung mit Fehlgeburten im ersten Schwangerschaftsdrittel in Verbindung stehen könnten.
Nach der zweiten Dosis beginnen die Probleme
In dem Austausch mit der damaligen CDC-Direktorin Rochelle Walensky und dem früheren US Surgeon General Vivek Murthy schrieb Fauci, viele Menschen hätten nach der zweiten Dosis einen ausgeprägten „Zytokinsturm“ (eine extreme Überreaktion des Immunsystems) und Fieber. Dies könne theoretisch mit Fehlgeburten im ersten Trimester zusammenhängen. Walensky bezeichnete den Hinweis laut den veröffentlichten Nachrichten als „guten Punkt“, insbesondere im Zusammenhang mit der zweiten Dosis.
Fauci rudert zurück
Nur wenige Tage später äußerte sich Fauci öffentlich zurückhaltender. In einer Fragerunde erklärte er, die US-Arzneimittelbehörde FDA habe bis dahin keine Warnsignale im Zusammenhang mit der Impfung von Schwangeren festgestellt. Später verwies Fauci zudem auf Beobachtungsdaten von zehntausenden geimpften Schwangeren und erklärte, es gebe keine Hinweise auf eine Zunahme negativer Schwangerschaftsverläufe.
Schnedlitz fordert Aufarbeitung
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz nahm die Veröffentlichungen zum Anlass für scharfe Kritik an den Verantwortlichen der Corona-Politik. Er fordert eine umfassende Untersuchung der damaligen Entscheidungen und verlangt, dass dabei nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch europäische Staaten und Österreich einbezogen werden.
Er spricht von einem „globalen Corona-Lügengebäude“ und meint, die Impfungen seien potenziell gefährlich für ungeborene Kinder gewesen und die Entwickler hätten davon gewusst. Die österreichische Bundesregierung müsse daher offenlegen, was sie beim Einkauf von Millionen Impfdosen über mögliche Risiken wusste und ob fahrlässig gehandelt wurde.
Wer war informiert?
Schnedlitz forderte zudem eine Untersuchung von Fehlgeburten, die möglicherweise im Zusammenhang mit Impfungen stehen, sowie eine Prüfung der damaligen Patientenaufklärung. Er stellt die Frage, ob politische Entscheidungsträger und Ärzte über mögliche Risiken informiert waren.
Kein Wort im österreichischen Mainstream
Kritik übt Schnedlitz auch an der österreichischen Aufarbeitung von Corona und an den Medien, insbesondere am ORF. Während US-Medien über neue Informationen berichten würden, herrsche in Österreich „absolute Funkstille“. Er wirft dem ORF vor, einen „Megaskandal“ durch Weglassen zu verschweigen.
