Die Identitäre Bewegung ließ sich das Demo-Verbot nicht gefallen. Am Samstagnachmittag zogen Aktivisten trotz behördlicher Untersagung durch Wien-Döbling und setzten ein klares Zeichen für Remigration.
Behörden nutzen Gegendemo als Hebel
Die Landespolizeidirektion Wien hatte die für den 25. Juli geplante Demonstration der Identitären in der Innenstadt untersagt. Die offizielle Begründung: Eine Gegendemonstration war bereits für dieselbe Route angemeldet, dadurch greife der gesetzliche Schutzbereich. Die Identitären ließen sich dies jedoch nicht gefallen und zogen dennoch durch Döbling und forderten eine Umkehr der bisherigen Migrationspolitik.
„Sie haben sich verrechnet”
An der Spontandemonstration nahmen hunderte Aktivisten aus ganz Europa teil. Martin Sellner kommentierte auf X:
Wir waren sicher: nach einer irren Medienkampagne wollte man uns dieses Jahr in eine Falle locken. Daher gab es eine spontane Remigrationsdemo nach Routenabsage. Die Botschaft: Remigration lässt sich nicht mit Repression von der Straße verdrängen.
Die Identitäre Bewegung Österreich schrieb:
Sie glaubten, junge Europäer würden sich von der Straße drängen lassen. Sie haben sich aber deutlich verrechnet!
Währenddessen linksextreme Krawalle am Stephansplatz
Parallel liefen die linksextremen Gegendemonstrationen unter dem Motto „Kein Fußbreit den Faschist*innen“ und 16 Standkundgebungen unter dem Motto „Wien nimmt Platz“. Am Stephansplatz kam es laut Polizei zu Flaschenwürfen, Pyrotechnik und Versuchen, Polizeisperren zu durchbrechen. Die Gewalt ging von den Linken aus. Vier Polizisten wurden verletzt, eine Person wurde vorläufig festgenommen. Die Behörde löste die Versammlung auf und erstattete fünf strafrechtliche sowie eine verwaltungsstrafrechtliche Anzeige.
