Der Deutschlandtrend zeigt im Juli 2026 vor allem einen weiteren Absturz für Bundeskanzler Friedrich Merz und eine anhaltend schwache Union: Nur 13 Prozent sind mit dem Kanzler zufrieden, während CDU/CSU auf 22 Prozent fallen und damit ihren niedrigsten Wert seit November 2021 erreichen. Gleichzeitig liegt die AfD mit 27 Prozent klar vor der Union, und auch die SPD kommt nur auf zwölf Prozent.
Mehr als die Hälfte fürchtet Überfremdung
Im Zentrum der Umfrage steht nicht nur die persönliche Bewertung von Merz, sondern auch die allgemeine Stimmung im Land: 78 Prozent sorgen sich um die Wirtschaft, zwei Drittel um den Klimawandel und mehr als die Hälfte um zu viele Fremde in Deutschland. Zugleich zeigt sich bei der Energie- und Klimapolitik ein bemerkenswertes Spannungsfeld, weil 58 Prozent Klimaschutz trotz Krisen nicht hintenanstellen wollen, 89 Prozent aber mehr Investitionen in die Infrastruktur fordern.
Merz unbeliebter als fast alle anderen
Besonders auffällig ist, dass Merz selbst schlechter abschneidet als fast alle anderen Spitzenpolitiker, während Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit 52 bis 57 Prozent Zustimmung deutlich besser bewertet wird. Auch in der Rentenfrage herrscht wenig Einigkeit: Die Abschaffung der Rente mit 63 und eine Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung stoßen auf breite Ablehnung, während eine Einbeziehung von Selbstständigen, Politikern und Vorständen in die gesetzliche Rentenversicherung klar Zustimmung findet.
Weidel vor meisten anderen Spitzenpolitikern
Großer Beliebtheit kann sich hingegen die AfD-Chefin erfreuen: Alice Weidel liegt in der aktuellen politischen Bewertung deutlich hinter Pistorius, bleibt aber für die AfD ein wichtiger Mobilitätsfaktor: Mit 27 Prozent Zustimmung steht sie weit vor den meisten anderen Spitzenpolitikern und damit im oberen Feld der Rangliste.
