Genau an jenem Tag, an dem die FPÖ ihr Remigrations-Lied herausgebracht hat, fand in der italienischen Hauptstadt Rom eine Demonstration dafür statt.
Zehntausende Teilnehmer
Das Komitee „Remigrazione e riconquista“ (Rückwanderung und Rückeroberung) rief zu einem öffentlichen Bekenntnis gegen illegale Einwanderung und für eine konsequentere Rückführungspolitik auf. Etwa 20.000 Italiener folgten am gestrigen Samstag dem Ruf; in den Mainstream-Medien war von „mehreren tausend“ Teilnehmern die Rede.
Im Zentrum der Kundgebung stand damit nicht eine Parteiveranstaltung, sondern ein zivilgesellschaftlicher Protest.
Linke Empörungswelle
Bereits vor der Demonstration hatten linke Gegner versucht, den Protestzug zu verhindern. Sie forderten den Bürgermeister von Rom, Roberto Gualtieri, sowie den Präfekten Lamberto Giannini auf, die Veranstaltung nicht stattfinden zu lassen. In einer gemeinsamen Positionierung wurde die Kundgebung als rassistisch und fremdenfeindlich kritisiert.
Sieg für Meinungsfreiheit
Die Demonstration wurde dadurch schon vor Beginn zu einem Fall für Behörden und Sicherheitskräfte. Die zentrale Frage war, ob der angemeldete Protestzug stattfinden darf oder ob die Behörden unter dem Druck der Linken und Medien in die Knie gehen. Parallel dazu fand in Rom auch eine Veranstaltung der Lebensschutzbewegung statt.
Doch am Ende setzte sich bestehendes Recht durch und beide Kundgebungen konnten stattfinden.
Linke mobilisieren gegen beide Veranstaltungen
Doch die Linken gaben nicht auf. Sie riefen zu Protesten gegen beide Veranstaltungen auf und mobilisierten unter dem Motto „Fuck remigration“.
Nicht die erste Remigrationsdemonstration
Anfang Mai hatte bereits eine ähnliche Großkundgebung in Bologna, der Hauptstadt der italienischen Region Emilia-Romagna, die traditionell links orientiert ist, stattgefunden.
Auch dort hatten linken Gruppen dagegen mobilisiert, doch die Behörden genehmigten die Kundgebung, bei der Unterschriften für eine gesetzliche Initiative zur Remigration gesammelt wurden.
Zufriedenheit bei Organisatoren
Die Veranstalter, die aus der rechten Bewegung CasaPound stammen, zeigten sich zufrieden mit der Kundgebung. Sie sei ein Zeichen für die Normalisierung der Forderung nach verschärften Abschiebungsregeln, der Ausweisung ausländischer Straftäter und dem Entzug der Staatsbürgerschaft für eingebürgerte Fremde bei bestimmten schweren Straftaten.


