Die Wiener Linien haben pünktlich zum Pride-Wochenende ihre Social-Media-Kanäle genutzt, um bekannte Öffi-Stationen in Wien umzubenennen. Aus der Längenfeldgasse in Meidling wurde die “Lesbenfeldgasse”, der Franz-Josefs-Bahnhof firmierte als “Trans*-Josefs-Bahnhof” und die Leopoldau alias Spittelau erhielt den Namen “Schwulau”. Das Posting mit der Überschrift “Unsere Stationen – aber queer” und dem Slogan “we ride with pride” sorgte am Freitag für Aufsehen und Kritik.
Marketing-Aktion zum 30. Jubiläum
Am heutigen Samstag findet in Wien die 30. Regenbogenparade statt. Die Wiener Linien führen traditionell mit Pride-Fahrzeugen den Zug an und nutzen den Pride Month für verschiedene Aktionen, darunter eine Foto-Kampagne und bunte Fahrzeuge. Das Instagram-Posting mit den umgetauften Stationen passt in diese Linie.
Die Aktion richtet sich an die “LGBTIQ-Community” und soll vermeintlich Sichtbarkeit schaffen. Die Wiener Linien betonen seit Jahren ihre Unterstützung für die Regenbogenparade. Kritiker sehen darin jedoch einen weiteren Schritt, bei dem ideologische Symbolik den normalen Alltag der Fahrgäste überlagert.
Verkehrsbehinderungen erwartbar
Die Regenbogenparade selbst dürfte wie in den Vorjahren für Verkehrsbehinderungen sorgen. Die Wiener Linien positionieren sich dabei klar als Teil der Bewegung. Ob solche Aktionen die Mehrheit der Fahrgäste wirklich ansprechen oder eher Polarisierung fördern, bleibt abzuwarten.


