Pressebild vom Projekt „Seaworld Venice“

Ein Österreich-Beitrag für die Biennale in Venedig: Beim Projekt „Seaworld Venice“ performen Tänzer in einer “Kläranlage”

6. Mai 2026 / 17:04 Uhr

Nach Pudertanz nun Nacktschwimmen im Urin: Dafür ist genug Steuergeld da!

Nackt und ekelig muss es sein, um aus dem fetten Kulturbudget im Ressort von Andreas Babler (SPÖ) 600.000 Euro Subvention zu bekommen. Diese Summe soll laut Medienberichten Florentina Holzinger dafür erhalten haben, um im Österreich-Haus der Biennale in Venedig nackt im Urin schwimmen zu können oder Tänze in einer „Kläranlage“ aufzuführen. 

„Seaworld Venice“ nennt sich das Projekt der Wiener Performance-Künstlerin, über das seit Tagen gesprochen wird. Über den künstlerischen Wert solcher Auftritte, die immerhin Österreich repräsentieren, und darüber, ob eine Künstlerin auch Aufmerksamkeit erreichen kann, wenn sie angezogen ist. 

Nackte Körper räkelten sich in Puderwolken


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Nackt dürfte die neue Kunstform sein, die gefällt. Zumindest jenen, die das Geld dafür locker machen wie jetzt Babler aus dem Kultur-Ressort. Sein Vorgänger als Kulturminister, Werner Kogler von den Grünen, schickte elf Millionen Euro zur Finanzierung der Europäischen Kulturhauptstadt Bad Ischl, wo ein „Pudertanz“ für die Skandal-Eröffnung sorgte. Dabei mutete die oberösterreichische Choreografin Doris Uhlich den Besuchern zu, dass sich nackte, mäßig schöne Körper in Puderwolken auf der Bühne räkelten – ungeachtet dessen, dass auch kleine Kinder zusahen. 

Steuergeld wird “verpudert”

„In Puderwolken tanzende Körper schlagen Wellen, vibrieren, lassen ihr Fett tanzen und feiern körperliche Vielfalt und individuelle Schönheit“, so die offizielle Vorstellung. Vielen ging das von der linken Kulturschickeria Gezeigte „am Arsch vorbei“, wie es in den Kommentaren dazu hieß. Schade nur um das viele Steuergeld, das hier „verpudert“ wurde…

“Fotzenschleim” bei den Wiener Festwochen

Nach dem „Pudertanz“ in Bad Ischl bereicherte im Juni 2024 „Fotzenschleim“ die heimische Kultur. Im Rahmen der Wiener Festwochen stellte die Künstlerin Mateja Meded ihr Projekt „Fotzenschleim-Power gegen Raubtier-Kaputtalismus“ vor. Warum hier der Begriff „Fotzen“, die vulgäre Bezeichnung für weibliche Geschlechtsorgane und mitunter ein grobes Schimpfwort gegen Frauen, Verwendung finden musste, wurde einem bei der Beschreibung der Kultur-Aufführung nicht klar.

Berechtigte Empörung

Da braucht man sich nicht zu wundern, dass nach “Pudertanz” und “Fotzenschleim” das Baden im Urin, wo Besucher aktiv einbezogen werden sollen, etwa durch Installationen, die deren Ausscheidungen sammeln, als Kunstform entdeckt wird. FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer brachte es auf den Punkt: “Was hier unter dem Deckmantel der Kunst präsentiert wird, sorgt nicht nur für Kopfschütteln, sondern für berechtigte Empörung.”

Projekte setzen auf Provokation

Zugleich betonte Mölzer, dass Kunstfreiheit zwar ein hohes Gut sei, jedoch nicht als Rechtfertigung für reine Provokation dienen dürfe. Die aktuelle Entwicklung im Kulturbetrieb zeige aus seiner Sicht eine zunehmende Entfremdung von der Lebensrealität vieler Menschen. Projekte, die vor allem auf Provokation setzten, fänden oft nur innerhalb eines kleinen, abgeschotteten Kreises Zustimmung.

Kritisch sieht Mölzer auch die Wirkung solcher Beiträge auf das internationale Ansehen Österreichs. Das Land sei weltweit für seine kulturelle Tradition bekannt – etwa in Musik und bildender Kunst. Umso fraglicher sei es, ob provokante Inszenierungen diesem Anspruch gerecht würden.

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